Gipfeltreffen der Schweizer Frauenorganisationen am Business&Network Day

250 Frauen aus der ganzen Schweiz sind der Einladung von SWONET gefolgt und haben sich am Freitag, 14. März 2014, in Aarau zum 6. Mal zum Business&Network Day getroffen. Das Thema "Die Zukunft ist weiblich – Prüfung einer These" wurde von Stephan Klapproth humorvoll anmoderiert und in Podiumsdiskussionen und Workshops vertieft. Unter der Leitung von Nationalrätin Jacqueline Fehr haben die Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen von 43 Frauenorganisationen die "Altersvorsorge 2020" diskutiert.

Von Süden und Norden, von links und rechts kamen sie: 250 Frauen, Vertreterinnen aus 43 Schweizer Frauenorganisationen. Doch die politischen Positionen spielten am 6. Business&Network Day von SWONET am 14. März 2014 in Aarau eine untergeordnete Rolle. Auch dann, wenn im Workshop der Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen der Schweizer Frauenorganisationen, geleitet von Nationalrätin Jacqueline Fehr, über die geplante Revision "Altersvorsorge 2020" und über Lohngleichheit debattiert wurde.

Wie und wo können Frauen auf den Gesetzgebungsprozess Einfluss nehmen? Wann lohnt es sich, die Anliegen der Frau einzubringen? Welche Methoden sind zielführend? Das waren die zentralen Fragen. Und die Diskussionen zeigten, wie wichtig es ist, den Austausch über Verbandsgrenzen zu pflegen und Gemeinsamkeiten zu bündeln, um der Stimme der Frauen mehr Gewicht zu geben.

Das betonten auch Christine Leimbacher, Leiterin der Fachstelle Familie und Gleichstellung vom Kanton Aargau, und Jolanda Urech, erste Stadtpräsidentin von Aarau. In ihren Grussworten riefen sie die Frauen dazu auf, mehr Präsenz zu zeigen und zu fordern und auch vor dem Wort "Quotenfrau" nicht zurückzuschrecken.

Die Podiumsrunde, u.a. besetzt mit Andrea Maihofer, Leiterin des Zentrums Gender Studies, mit Christine Davatz-Höchner, Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbands, und mit Jürg Wiler, Leiter der Kampagne "Der Teilzeitmann", fühlte dem provokanten Tagungsthema "Die Zukunft ist weiblich" auf den Zahn. Nach kontroversen Voten fanden die Referenten abschliessend einen Konsens darin, dass "weiblich" im Hinblick auf Wirtschaft und Arbeit als Code zu verstehen sei für die Balance zwischen Mann und Frau und dass in Führungspositionen mehr Herz und Kopf zusammengebracht werden muss.

Die Merci-Modeschau von Scooter Fashion lockerte die Diskussionsrunden auf und brachte nicht nur Herz, sondern auch Farbe, Eleganz und Beschwingtheit in die Tagung ein.

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SWONET (swiss women network) - www.swonet.ch