Muri (AG)

59. Freiämter Fusswallfahrt von Muri nach Einsiedeln

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Über 200 Menschen pilgerten zum Kloster Einsiedeln

Was machten am 25. April 09 um 02.30 Uhr über 200 Menschen vor dem Restaurant Engel in Muri?

Wer glaubt, es handelte sich hier um die letzten Gäste einer Hochzeit oder eines runden Geburtstages sieht sich getäuscht. Ueber 200 Menschen warteten auf den Abmarsch einer Gruppe, welche das Ziel Einsiedeln hatte.

Bei recht kühler aber trockener Witterung begaben sich 7 Gruppen gestaffelt auf den Weg. Von einem Vorbeter geleitet, führte die Strecke über Benzenschwil - Chestenberg nach Mühlau wo bei der Reuss-Brücke ein erster Halt gemacht wurde. Der Weg führte weiter über Bützen vorbei am Kloster Frauenthal nach Niederwil.

Schnell merkten viele, dass der Weg zwischen Muri und Zug viel einfacher wird, wenn gemeinsam der Rosenkranz gebetet wurde. Auch viele Gebetsungewohnte schlossen sich dem Wechselgebet an. Wer lieber für sich meditierte konnte still mitlaufen.

In Niederwil genossen die Pilger eine erste Stärkung. Seit vielen Jahren gehört es zur Tradition, dass bei der Familie Hegner ein Kaffee aufgestellt wird. Frisch gestärkt ging es die letzte Bet-Etappe weiter via Steinhausen nach Zug wo im Restaurant Brandenberg oder irgendwo in der Stadt ein Morgenessen eingenommen wurde.

Weiter ging es bei Sonnenschein durch die Stadt Zug hinauf zur St.Verena-Kappelle. Wie jedes Jahr wurde dort kurz innegehalten um gemeinsam ein Marien-Lied zu singen. Viele waren auch dankbar, dass es ab der St.Verena-Kappelle mit langen Teerstrassen fertig war. Die neue Strecke führt nämlich, nach dem Aufstieg durch das Tobel, oberhalb von Allenwinden und Neuägeri auf schönen und interessanten Feld- und Waldwegen nach Unterägeri. Dort wusste jeder, dass jetzt gut die Hälfte des Weges bereits zurückgelegt war.

Manch einer prüfte vor dem Restaurant Kreuz seine Füsse und musste vielleicht auch eine kleine Blase oder Druckstelle entdecken. Dank guten Pflastern hindert aber eine solche kleine Blessur nicht am Weiterpilgern. Der Eine oder Andere bevorzugte aber eine Busfahrt hinauf zum Raten. Das gehört auch zum Schönen an diesem Pilgerweg. An verschiedenen Orten kann man aussteigen oder eine Etappe mit einem öffentlichen Verkehrsmittel absolvieren.

Nach Unterägeri führte der neue Weg via Oberägeri auf dem ausgeschilderten Pilgerweg über St. Jost oder den Raten. Viele genossen das erste Mal das Mittagessen bei der kleinen Kappelle auf dem St. Jost. Von dort aus ging es auf die letzte Etappe via Altmatt auf den legendären Katzenstrick von wo aus das Tagesziel herrlich zu sehen war. So schnell wie es noch ging, legte man die Strecke nach Einsiedeln zurück, und freute sich schon auf das verdiente Bier oder ein stärkendes Glacé.

Um 16.00 Uhr begab sich die grosse Freiämter Gruppe zum Oratorium, wo uns Pater Maurus, unser Freiämter Pater in Einsiedeln, mit Posaunenklang begrüsste. Dekan Benedikt Staubli und Domherr Urs Elsener gestalteten einen eindrücklichen Pilgergottesdienst. Ein wohlverdienter Höhepunkt eines wunderbaren Tages.

Als Teilnehmer gilt mein Dank dem Organisator der FFW. Paul Vollenweider gelingt es jedes Jahr mehr Menschen für die Freiämter Fusswahlfahrt zu begeistern. Das Oratorium war dieses Jahr bis auf den letzten Sitzplatz besetzt. Dank gilt auch allen Vorbetern und den beiden Pfarrherren die den geistlichen Rahmen würdig gestaltet haben.

Ich freue mich jetzt schon auf die 60. Freiämter Fusswallfahrt am 24.04.2010.

Kommen Sie auch mit? Aber passen Sie auf, die FFW macht süchtig.

Muri, 26.04.2009, Thomas Suter

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