Lenzburg

550 Jahre – die Schützengesellschaft Lenzburg feiert

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1464 erteilte der Bischof von Konstanz den Lenzburgern die Erlaubnis, eine gemeinnützige Bruderschaft zu gründen. Deren Schutzpatron war der heilige Wolfgang. In der Staufberg-Kirche war ihm ein Altar geweiht. Aus dieser Bruderschaft ging die heutige Schützengesellschaft hervor. Man weiss, dass die „Wolfgangs-Brüder“ auch Wachdienst leisten mussten. Es ging den Lenzburgern durchaus nicht schlecht unter den Bernern; denn diese förderten das Wehr- und Schiesswesen. Am Ende eines Schützenjahres erhielt ein Meisterschützen Stoff für eine Gewandung. Noch heute erhalten Schützen Gutscheine für den gewonnenen „Hosenmannen-Stich“!

Der Vorstand der Schützengesellschaft Lenzburg empfing am Freitag , 31. Okt. (Wolfgangs-Tag!), eine grosse Anzahl Ehrengäste und Gesellschafter zu diesem hohen Geburtstag mit Fahnentaufe. Nach dem Apéro wohnten die Ehrengäste und Gesellschafter, sowie Fahnendelegationen und Repräsentanten der verschiedenen Vereine der Stadt der Taufe der neuen Fahne, welche vom Jugendspiel musikalisch begleitet wurde, bei. Die Fahnengötti, SGL Ehrenmitglied Ruedi Baumann und Gesellschafter Rogelio Tribaldos-Alba, entrollten das klassisch-schöne neue Banner, welches stolz von ad-interim-Fähnrich Roger Strozzega empfangen wurde. Philipp Haller zelebrierte den Abschied der alten Fahne mit grosser Würde. Der Aargau sei der zweiteifrigste Schützenkanton, nach Bern jedoch noch vor Zürich, sagte Grossratspräsident Thierry Burkart in seiner Grussbotschaft. Stadtammann Daniel Mosimann würdigte die jahrhundertelange Traditionspflege der Schützen. Mit Blick auf das neue Banner sagte Präsidentin Madeleine-C. Baumann: „Die erste Fahne hat zwei Weltkriege erlebt, die zweite den anschliessenden wirtschaftlichen Aufschwung. Ich hoffe, dass die neue Fahne - trotz der aggressiven Zeiten, in denen wir uns befinden - uns mehr bei schönen, denn bei traurigen Gelegenheiten begleiten wird.“

 Madeleine-C. Baumann

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