Leibstadt

54. Delegiertenversammlung des Bezirksfeuerwehrvereins in Leibstadt

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66 Delegierte trafen sich im Leibstadter Gemeindesaal.

Am Donnerstagabend kamen 66 Delegierte in den Leibstadter Gemeindesaal beim Feuerwehrmagazin zusammen. Die Musikgesellschaft Leibstadt unter der Leitung von Daniel Muntwyler begrüsste die Gäste mit verschiedenen Stücken; nach dem geschäftlichen Teil wurde die Peerorganisation und das Careteam des Kantons Aargau vorgestellt, ein energiepolitischer Vortrag gehalten und mit René Schläuchli ein humoristischer Abschluss gefunden. Geehrt wurden überdies abtretende Vorstandsmitglieder und Kommandanten.

Ein engagierter Vorstand

Unter der Leitung von Präsident Bruno Leber, Rekingen, hatten Roger Kottmann, Vice-Präsident, Bad Zurzach, René Achermann, Kursverantwortlicher, Felsenau, Jürg Mühlemann, Finanzen, Endingen, André Burkard, Aktuar, Leibstadt, ein strenges Jahr erlebt. Sie stellten an der Delegiertenversammlung ihre Arbeit vor und konnten dementsprechend Lob und Anerkennung ernten.

Unter der Leitung von Vicedirigent Daniel Muntwyler spielte die Musikgesellschaft Leibstadt frisch auf. Gemeinderat Edi Graf stellte das Dorf Leibstadt vor und konnte so einen eindrücklichen Leistungsausweis aufzeigen. Dann wurde die Delegiertenversammlung eröffnet; Mario Lerf und Peter Müller wurden zu Stimmenzählern gewählt.

Im umfassenden Jahresbericht ging der Präsident auf die grosse Vielfalt der Aktivitäten ein. Er dankte insbesondere dem frisch zum Offizier beförderten René Achermann für sein grossartiges Wirken zu Gunsten der Ausbildung. An dieser Stelle dachte er auch an Stefan Baldinger und Ruedi Indermühle, die diesen unterstützen. Er erwähnte aber auch die beiden „gröberen" Feuerwehreinsätze dieses Jahres in der Altstadt von Kaiserstuhl (15. Juli) und den Brand in der Firma Häfeli-Brügger (16. August), wo die intensive Zusammenarbeit der Wehrdienste unabdingbar war.

Nichts ist so beständig wie die Veränderung

Heute gibt es im Aargau acht geografische Kreise; auf Grund der verschiedenen Rationalisierungen gibt es deutliche Unterschiede in der Anzahl der zu betreuenden Feuerwehren. Auch herrschen massive Grössenunterschiede, was einer starken Ungleichheit in der Anzahl der Weiterbildungskurse und Inspektionen gleichkommt.

In einer Arbeitsgruppe, in der Mario Lerf aus dem Einzugsgebiet des Zurzibiets mitarbeitet, wurde daher eine Analyse gemacht, aus der hervorgeht, dass eine Reduktion auf vier geografische Inspektions- und Instruktionskreise möglich und sinnvoll ist. Der Kreis „Betriebsfeuerwehren" kann aufgelöst werden, die Verteilung der 23 BFW auf vier Kreise ist möglich und sinnvoll. Die Struktur der Kantonskreise Atemschutz, Tanklöschfahrzeug/Motorspritze, Chemiewehren, B-Wehren und Strahlenwehr soll nicht verändert werden. Das Milizsystem ist - nach wie vor - organisatorisch und finanziell besser verkraftbar. Eine frühzeitige, offene Information ist wichtig, damit die Partner des Aargauischen Feuerwehrverbands und der Bezirksverbände genügend Zeit haben, sich mit den Neuerungen zu befassen, und sich in die vorgesehenen Strukturen einzubringen. Bruno Leber gab seinen Rücktritt auf den Beginn der neuen Strukturen bekannt (anfangs 2012).

Careteam des Kantons Aargau

Der Regionalleiter der Bezirke Baden, Brugg und Zurzach informierte dann die Anwesenden über die Notwendigkeit der Peerorganisation innerhalb der Wehrdienste und beleuchtete anschliessend die Aufgaben des Careteams des Kantons Aargau. Er ermunterte die Blaulichtorganisationen, sich nach der Zertifizierung des Careteams mit dieser Freiwilligenorganisation intensiv auseinanderzusetzen, und sich Gedanken darüber zu machen, wie die Kommandos das Fachwissen an das Kader und die Mannschaft weitergeben können.

Chris Schweizer wurde von Bruno Leber zum Ehrenmitglied ernannt, Patrick Müller, Peter Müller und Dave Schölly für ihr Wirken als Kommandanten geehrt.

Marcel Biland, der Präsident des Aargauischen Feuerwehrverbandes zeigte auf, wie engagiertes und nachhaltiges Arbeit im Vorstand immer wieder neue aktuelle Themen für die Weiterbildung gefunden werden können, die eine grosse Akzeptanz finden. Als Beispiel nannte er einen „Liftkurs" oder „Elektrogefahren im Einsatz". Gleichzeitig machte er auch Werbung für die Schaffung von neuen Jugendfeuerwehren, wie das anschliessend auch Roger Kottmann eindringlich tat. Er machte darauf aufmerksam, dass am 15. Januar 2009 die Jugendfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim ihr zehnjähriges Jubiläum unter einer neuen Führung feiern wird.

Urs Weidmann, Kraftwerkleiter vom Kernkraftwerk Beznau hielt dann einen Vortrag mit dem Thema „Energie 2020". Er thematisierte den Gesamtenergieverbrauch, die verschiedenen Sparpotentiale, fokussierte dann auf die Stromproduktion und plädierte für eine grösstmögliche Autonomie „Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen." Er verglich dann die Vor- und Nachteile der möglichen Stromproduzenten und kam - aus verschiedenen Gründen - auf den Schluss, dass man auf die Kernenergie nicht verzichtet werden kann. Er plädierte für rasche Entscheidungen, „denn je länger wir warten, desto schwieriger wird der energetische Klimmzug."

Zur vorgerückten Stunde kam in zwei Auftritten „René Schläuchli", als Feuerwehrmann gekleidet, zum Tragen. Mit „schlüpfrigen Witzen der unteren Schublade" polarisierte er stark. Die Einen konnten sich fast nicht mehr „vor Lachen erholen", derweil die Anderen in der Pause sich französisch verabschiedeten.

André Burkhard schloss dann die Versammlung, ohne zu vergessen, den zahlreichen Helfern im Hintergrund aus ganzem Herzen zu danken. (Uam)

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