Es gab für die Katholiken im Birrfeld allen Grund zum Feiern: ihre kleine Pauluskirche wird 50 Jahren „jung“.

Am 25. Juni versammelten sich viele Gäste in der festlich geschmückten Kirche auf Lupfiger Boden, um mit Musik, mit Gebet und Ansprachen Gott zu danken für das seit 5 Jahrzehnten lebendige kirchliche Leben. Der Initiator des Kirchenbaus und erster Pfarrer, Eugen Vogel, konnte selber anwesend sein und erinnerte in seiner Ansprache an die Pionierleistung, die in der damaligen Boom-Zeit von Kirchgemeinde und engagierten Menschen geleistet wurde. Die ehemalige leitende Seelsorgerin Rita Bausch, die in den achtziger Jahren im Birrfeld wirkte, wies darauf hin, wie sehr die Menschen bereit waren, sich auf Veränderungen einzulassen und den Aufbruch mitzuprägen. Dass zur katholischen Kirche in der Region mehr als 30% aus anderen Nationen zählen, verkörperte die Anwesenheit des Pfarrers der italienischen Mission, Padre Emilio Bernardini. Auch die Ökumene spielte eine wichtige Rolle, richtete doch auch der reformierte Pfarrer Jürg Luchsinger einige Worte an die Festgemeinschaft. Mit einer Kantate von Buxtehude, dargeboten vom Kirchenchor Windisch, wurde die ganze Feier zu einem berührenden Moment.

Am Sonntag 26. Juni wurde die Mehrzweckhalle Birr in eine Kirche verwandelt, um für den Festgottesdienst allen Gästen genug Platz zu bieten. Es war überwältigend, wie viele Menschen zu diesem Anlass kamen – viele Familien, Jüngere und Ältere. Dass die lokale Kirche durch und durch international ist, zeigte sich an der Mitwirkung eines albanischen und eines syrisch-orthodoxen Chores und an den 20 Flaggen, die nur die wichtigsten vertretenen Nationen zeigten.

Dorothee Fischer, katholische Seelsorgerin im Kirchenzentrum Paulus Birrfeld, wies in ihrer Predigt drauf hin, dass der Völker-Apostel Paulus bestens an diesen Ort und auch in die heutige Zeit passe. Von ihm könne man immer neu lernen, ohne Berührungsängste auf andere Kulturen, Nationen und Religionen zuzugehen, da der christliche Glaube eine grosse innere Freiheit und Weite vermittle. Wie Paulus sollten die Christen heute hinausgehen zu den Menschen und die christliche Liebe in Wort und Tat verwirklichen.

Dass das Birrfeld einen zentralen Platz im Kanton als Wachstumsregion einnimmt, rief der Präsident der Kirchenpflege, Jürg Meier, in Erinnerung. Mit grossem Dank an die Gründer-Generation, die einen wichtigen Grundstein gelegt habe, dürfe und müsse heute weitergebaut werden an dieser kirchlichen Gemeinschaft.

Das anschliessende Fest zeigte, wie lebendig, bunt und aktiv die katholische Gemeinschaft im Birrfeld ist.