Seengen

4. Realklassen präsentierten ihre Abschlussarbeiten

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Eine spannende und aufregende Zeit ist zu Ende

Im Februar startete an der Schule Seengen das Projekt „Abschlussarbeit" der beiden 4. Realklassen. Eine spannende und aufregende Zeit stand bevor. Hintergrund der Abschlussarbeit war, dass die Schülerinnen und Schüler sich auf ihren bevorstehenden Beruf bestmöglich vorbereiten, indem sie sich intensiv mit den vielen unterschiedlichen Facetten auseinandersetzten und ihre Kenntnisse darüber vertiefen.
Die Abschlussarbeit bestand aus 3 Teilen. Die SchülerInnen fertigten eine schriftliche Arbeit an, in der sie ihr Thema theoretisch beleuchteten. Der zweite Teil war eine praktische Arbeit, bei der sie einen Sachverhalt erforscht, untersucht, ausprobiert und experimentiert haben. Dieser Teil wurde auch in der schriftlichen Arbeit beschrieben. Themen wie Pflanzenwachstum, Akupunktur, Modetrends, Psychologie der Farben, Autotuning, Folgen von Fettleibigkeit, Pralinenherstellung, verschiedene Tischdekorationen und viele mehr, wurden unter die Lupe genommen. Dabei wurden sogar Umfragen in der Bevölkerung gestartet, um ein Thema näher zu untersuchen oder Interviews mit Fachpersonen geführt.
Der dritte und letzte Teil war die Vernissage am letzten Mittwoch, zu der Eltern und Lehrer herzlich eingeladen waren. An diesem Abend stellten die SchülerInnen ihre Arbeit vor und präsentierten diese in einem frei gehaltenen Vortrag. Das Publikum war begeistern. Und wirklich, die Schüler sind selbst über sich hinausgewachsen. Aufregung und Nervosität lagen anfangs spürbar in der Luft. Es wäre ja auch seltsam vorgekommen, wenn der Pulsschlag nicht gestiegen wäre bei solch einem feierlichen Anlass. Denn sind wir mal ehrlich, wer steht schon gerne vor einem Publikum und hält einen Vortrag, wenn man dies nicht gewöhnt ist. Das war auch für die Schüler eine ganz neue Situation. Die strahlenden Gesichter sprachen im Anschluss ihre eigene Sprache, denn stolz konnte jeder auf sich sein.
Rückblickend beschrieben die SchülerInnen die letzten Monate wie folgt:

Theorie
Wir, die 4. Real von Seengen haben im letzten halben Jahr eine Abschlussarbeit gemacht, die mit unserem zukünftigen Beruf zu tun hat. Diese Arbeit von insgesamt 20 Seiten bestand aus Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Einführung, Theorie, Praktischer Teil, Rückblick und den Quellenangaben, sowie einen Praxisteil mit einem Experiment, passend zum Thema. Am 29.Mai mussten wir die schriftliche Arbeit abgeben und am 17. Juni hatten wir die Vernissage unserer Experimente vor unseren Eltern, Lehrern und noch vielen mehr. Wir waren sehr nervös.
Ich selber beginne nach den Sommerferien eine Lehre in der Sportbranche, bei Marka-Sport, in Baden. Ich habe mich bei meiner Arbeit für das Thema Nike Fussballschuhe entschieden. In der Theorie habe ich über den Konzern Nike und über den Schuh geschrieben. Zu den Sohlen habe ich berichtet, dass es folgende Abkürzungen auf den Schuhschachteln gibt und was sie bedeuten: SG: für nasse und rutschige Beläge; FG-Blaide: für trockene Beläge; FG-Conical: für leicht feuchte Beläge; Hybrid: für nasse Beläge; TF: Für Trecken-, Kies-, oder Aschenplätze; IC: Hallenböden.
Diese Arbeit war sehr spannend und hat uns sehr viel Freude bereitet, denn man konnte viel Neues aus seinem Beruf lernen.
Yanick B.

Praktische Arbeit

Wir mussten zur der theoretischen Arbeit auch noch eine praktische Arbeit machen, die ebenfalls mit unserem Thema zu tun hat. Wir durften nicht ein ,, Experiment`` nehmen, das es so schon gibt; daher mussten alle ein eigenes erfinden.
Ich entschied mich daher, das Löwenmäulchen unter verschiedenen Bedingungen wachsen zu lassen, um zu schauen ob es Auswirkungen auf die Form oder das Wachstum der Pflanze hat. Die Pflanzen habe ich daher in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.
Inhalte der Gruppen:

1. Blumenerde, Hahnenwasser
2. Blumenerde, Hahnenwasser, Hip-Hop
3. Blumenerde, Hahnenwasser, Mozart
4. Walderde, Hahnenwasser
5. Blumenerde, Regenwasser
6. Blumenerde, Mineralwasser

Ich habe den Pflanzen Musik abgespielt, um zu schauen, ob sie auf Musik reagieren.

Ergebnis:

Gruppe 1,5 und 6 sind eigentlich gleich schnell gewachsen, daraus schliesse ich, dass es den Pflanzen egal ist, mit was sie gegossen werden.

Gruppe 2 ist am besten und am schnellsten gewachsen, was offenbar mit der Musikrichtung zu tun hat.

Gruppe 3 ist langsamer gewachsen als alle anderen.

Gruppe 4 ist nicht gewachsen, was wahrscheinlich mit dem Kalk in der Walderde zu tun hat.

Ich habe durch das Experiment viel gelernt und viel Neues erfahren.
Ich finde, es war sehr informativ.
Fabian K.


Vernissage

Wir, die 4 Real aus Seengen, haben Abschlussarbeiten geschrieben und sie am Mittwoch, den 17.6.2009 präsentiert. Um 17.30 Uhr haben wir uns vor dem Schulhaus besammelt und sind dann gemeinsam ins Schulzimmer gegangen, wo unsere beiden Klassenlehrerinnen Frau Bossard und Frau Scherrer uns den Ablauf erklärten. Im gang hatten wir bereits am Morgen Tische hingestellt, jeder hatte dort seinen Platz. Wir dekorierten unseren Tisch mit dem, was wir in der Praxis gemacht hatten und unserer schriftlichen Arbeit. Als wir mit dekorieren fertig waren, gingen wir nochmals ins Klassenzimmer. Die Lehrerinnen redeten uns gut zu, dann hatten wir noch mal eine Pause, weil die Vernissage erst um 18.30 Uhr anfing. Als die ersten Eltern und Verwandte kamen, stellten wir uns neben unseren Tisch und beantworteten geduldig die Fragen der neugierigen Eltern. Das Zeichen, dass wir ins Schulzimmer mussten war, als die Lehrpersonen unsere schriftlichen Arbeiten einzogen. Dann begannen die eigentlichen Präsentationen. Als die Präsentationen begannen, waren alle Eltern, die Schulpflege, Herr Bögli, unser Schulleiter, und viele Fachlehrer sehr gespannt. Die Präsentationen verliefen gut, der Wechsel zwischen den einzelnen Präsentationen ging schnell, dank dem dass jeder seinen Assistenten hatte und auch jeder jedem half. Die meisten waren sehr nervös, das Publikum bemerkte das auch und versuchte uns mit ein paar Witzchen, die zum jeweiligen Vortrag passten, aufzulockern. Den Eltern hat es Spass gemacht und wir waren glücklich, dass es vorbei war. Im Anschluss gab es noch einen Apéro, während dem die Eltern die Plakate von unserem Abschlusslager in Stein am Rhein betrachteten und noch offene Fragen stellen konnten. Der ganze Abend ging etwa bis 21.00 Uhr, dann räumten wir auf und gingen glücklich, aber müde, nach Hause. MELANIE S.

Während des letzten halben Jahres lernten die SchülerInnen viele Kompetenzen, zum Beispiel Durchhaltevermögen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Zeiteinteilung, Suche nach Problemlösungen und viele mehr, von denen sie auf ihrem zukünftigen Lebensweg profitieren..

Beim anschliessenden Apéro ist der Abend harmonisch ausgeklungen und man nutzte die Gelegenheit zum Austausch.
Und allein die Aussage von einigen Schülern am nächsten Tag „es war ein schöner Abend", „ ich habe mir den Vortrag viel schlimmer vorgestellt" oder „mir hat die Abschlussarbeit viel gebracht und es hat mir Spass gemacht" ermutigt, solch ein aufwendiges, aber lohnendes Projekt jederzeit wieder durchzuführen.

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