Frick

30 Jahre Partnerschaft Schweiz-Ungarn

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Wanderung zum Jubiläum 30 Jahre Partnerschaft unter der Führung von Pfr. Béla Hegedüs

Wanderung in der Ebene der Theiss

Wanderung zum Jubiläum 30 Jahre Partnerschaft unter der Führung von Pfr. Béla Hegedüs

Vom 3. – 11. August 2012 war eine zwanzigköpfige Gruppe aus Frick und Umgebung auf Besuch in Tiszakécske, in der Tiefebene Ungarns. Die Reise fand im Rahmen der Partnerschaft statt, die seit 30 Jahren zwischen den beiden reformierten Kirchgemeinden besteht.

In der Fricker Reisegruppe waren sowohl Leute, die schon mehrere Kontakte mit den Ungarn hatten. Ein gutes Drittel der Teilnehmenden tauchten zum ersten Mal in die für Schweizer doch etwas fremde Welt ein. Die Gastfreundschaft und Grosszügigkeit der ungarischen Familien war berührend. Fast in jeder Familie kann sich die jüngere Generation deutsch oder englisch verständigen. Das machte die Kommunikation einfacher als zu Beginn der 30-jährigen Beziehung.

Im Gottesdienst am Sonntag predigte Pfr. Samuel Dietiker über die Geschichte von Noah, der Arche, vom Regenbogen und der Taube, die den Hoffnungszweig bringt. Er betonte, dass das Kirchenschiff eine Gemeinschaft ist, wo man gegenseitige Unterstützung finden kann. Es sei aber auch wichtig, das Fenster zu Gott zu öffnen. Die Taube, die Noah fliegen liess, sei so etwas wie ein Gebet, aus dem Hoffnung geschöpft werden könne. Éva Csitári, Deutschlehrerin an der Reformierten Schule, übersetzte die Predigt ins Ungarische und war während der ganzen Woche als Übersetzerin ins Deutsche bei der Gruppe.

Vielfältige Begegnungen prägten die Woche: das Festessen des Kirchenchors mit Liedern und Volksmusik, das grosse Buffet mit allen Gastfamilien, Fahrten mit Pferdewagen und einer Strassenbahn in die nähere Umgebung. Die Wanderung zum Thermalbad im Nachbarort Kerekdomb liess die Teilnehmer dagegen ins Schwitzen kommen. Und dann fungierten die ungarischen Gastgeber als Reisebegleiter zu den Sehenswürdigkeiten, die Christoph Brehm mit seinem Reisecar ansteuerte: Die riesige evangelische Kirche und das Museum für den Maler Mankácsi in Békéscsaba, die romantische Stadt Gyula in Grenznähe zu Rumänien mit ihrer historischen Backsteinburg, das Spitzenmuseum in Kiskunhalas, wo Frauen beim Nähen der allerfinsten Spitzen beobachtet werden konnten und die Bugac-Pusta, wo das Hirtenmuseum und die dynamische Pferdevorführung der Hirten warteten. 

In den Gastfamilien sind Beziehungen zwischen Ungarn und Schweizern gewachsen. Auf jeden Fall ging der Abschied am Freitagmorgen manchen nahe. Und man hörte: „Auf ein Wiedersehen, in der Schweiz oder wieder in Ungarn!“

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