Brugg

3-tägige Jubiläumsreise der Brugger Postautochauffeure

megaphoneLeserbeitrag aus BruggBrugg
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Im gelben T-Shirt ging es ins Wallis.

Zum 25. Mal starteten die Brugger Postautochauffeure zu ihrer gemeinsamen Reise. 27 fröhliche Männer und Frauen freuten sich auf ein spannendes, verlängertes Wochenende, das Viktor Knecht wie immer perfekt organisierte. Um 6 Uhr startete der Car Richtung Freiamt, ab Gisikon weiter auf der A1. Fein duftender Kaffee mit Gipfeli, von Walti, Vik und Ruedi serviert, verkürzten die Reise. Nach dem Seelisberg lüftete Viktor das Geheimnis um das Jubiläumstenue. Er verteilte leuchtend gelbe T-Shirts mit einem Postautoaufdruck und dem Schriftzug „Jubiläumsreise". Es wurde probiert und getauscht, bis der letzte Chauffeurenbauch attraktiv verpackt war. Die Hauptsponsoren Walti, Fredi und Vik ermöglichten diesen schönen Reisebegleiter. Mit kräftigem Applaus bedankte sich die Reiseschar bei den Gönnern. Bei Göschenen lenkte Rolf Thuli den Car durch die Schöllenen, vorbei an Andermatt, auf den Furkapass, zum Kaffeehalt im Hotel Belvédère beim Rhonegletscher. Die wolkenverhangenen Berge gaben trotz Nieselregen die Sicht frei ins Goms, wo bereits die Sonne schien.

Vorbei an vielen sonnengeschwärzten Holzhäusern ging die Fahrt Goms abwärts bis nach Mörel, wo alle in die Luftseilbahn umstiegen und zur Riederalp, 1925 m.ü.M. entschwebten. Herrlicher Sonnenschein auf dem kurzen Fussmarsch zum Hotel Riederhof. Nach zügigem Zimmerbezug genossen alle eine würzige Gerstensuppe, um gleich darauf die erste Wanderung unter die Füsse zu nehmen mit dem Ziel Talstation Moosfluh. Erwartungsfroh liess sich die fröhliche Schar mit der Gondelbahn auf die 2235m hohe Moosfluh tragen. Der wunderschöne Blick auf den Aletschgletscher entlockte manches „ah" und „oh" und das Sujet für das Gruppenfoto war gefunden. Die gemütliche Wanderung führte durch wunderbar blühende Enzianwiesen und Bergprimeln, gesäumt von unzähligen aufgehenden Alpenrosen zur Riederfurka. Die postautogelben T-Shirts bildeten einen zusätzlichen Farbtupf in der wunderbaren Bergwelt.
Bei Rita in der „Heischis Hitta", einer zur Jagdhütte umgebauten Alphütte wurden alle mit einem Walliser Regio-Spezial-Apéro verwöhnt. Bei Trockenfleisch, Rohschinken, Hobelkäse, Hauswurst, Nussroggenbrot und Zopf wurde kräftig „zugelangt"- der Fendant wie auch das Bier flossen reichlich. Die herzliche Bewirtung von Rita war sprichwörtlich und der Abstieg ins Dorf ging trotz einsetzendem Regen fast von alleine. Frisch geduscht sassen schon bald alle am Tisch und genossen ein feines Nachtessen. Ein langer Tag ging ruhig zu Ende.

Am Samstagmorgen, nach einem reichhaltigen Frühstück, entschlossen sich 8 wackere Wanderer, trotz wolkenverhangener Berge, unter der Führung von Viktor Knecht das Bettmerhorn zu Fuss zu erobern. Über die Moosfluh führte der Weg ostwärts steil bergan. Die Sicht auf den Gletscher war gut. Das erste kleine Schneefeld war überquert als der Nebel alles einhüllte. Die letzten 50 Höhenmeter mussten über ein weiteres Schneefeld erklommen werden. Der Jüngste der Gruppe, der 12-jährige Loris, Sohn des Chauffeurs stieg flink wie eine Gämse zum Bettmerhorngipfel empor.

Die Blüemligruppe unter der Leitung von Walter Wicki wanderte zur Bettmeralp. Sie überwanden den Aufstieg zum Bettmerhorn 2643m.ü.M. bequem mit der Seilbahn. Zum Mittagessen trafen sich alle wieder im Bergrestaurant. Ab und zu lichtete sich der Nebel und gab kurze Blicke zum Aletschgletscher oder runter zur Bettmeralp frei. Frisch gestärkt brachte die Gondel alle zurück auf die Bettmeralp wo die Sonne das Empfangskomitee bildete. Vorbei am Bettmersee gings gemütlichen Schrittes durch blühende Wiesen mit einer unbeschreiblichen Vielfalt an Blumen und Farben Richtung Riederalp. Auf der sonnigen Terrasse des Riederhof wurde zuerst mit einem kühlen Bier auf die erbrachte Leistung angestossen. Frisch geduscht mundete
das fürstliche Nachtessen vorzüglich. Einige konnten einem Supplement nicht widerstehen. Sogar beim herrlichen Dessert wurde einer Wiederholung stattgegeben. Beim Singen, Schunkeln und Jutzen, begleitet von Louis' Handorgel, klang der gemütliche Abend zur vorgerückten Stunde aus.

Der herrliche Sonntagmorgen lockte alle schon früh aus den Federn. Am grosszügigen Brunchbuffet wurde kräftig zugelangt. Gemeinsam und zielstrebig machten sich alle auf den Weg zur Bettmeralp, keiner wollte den Start des Halbmarathon verpassen, als Zuschauer notabene, waren doch bekannte Grössen angesagt. Angespornt von der Leistung dieser Topathleten setzte sich der gelbe Tausendfüssler wie von selbst Richtung Fiescheralp in Bewegung, begleitet von den vielen Drei- und Viertausender des Rhonetales. Beim leichten Anstieg zur Furihütte ertönten Alphornklänge und die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel. Auf der Sonnenterrasse des Restaurant Kuhboden auf der Fiescheralp musste bereits der Durst gestillt werden, bevor sich die wackeren Wanderer aufs Eggishorn (2869m.ü.M.) fahren liessen. Überwältigende Rundsicht auf eine grossartige Bergwelt mit ihren Gletschern, Im Norden von der Blüemlisalp bis zum Finsteraarhorn, der Aletschgletscher in seiner ganzen Länge, im Süden vom Weisshorn übers Matterhorn bis zum Gotthardmassiv. Wie schön ist doch unsere Schweiz!

Zufrieden und voller schöner Eindrücke ging es talwärts. Im Restaurant Kuhboden auf der Fiescheralp genossen alle ein feines Mittagessen. Ein letzter, wehmütiger Blick aus der Gondel, welche die fröhlichen Wanderer nach Mörel zum Car brachte. Die Heimreise führte über Gletsch, Grimselpass auf den Brünig zum Desserthalt. Dies war der krönende Abschluss einer grossartigen Reise. Müde aber glücklich und in Gedanken noch immer bei den imposanten Walliserbergen kehrten alle gesund nach Brugg zurück. Mit einem langen, kräftigen Applaus dankte die Reiseschar dem Organisator und dem Carchauffeur für diese unvergessliche Reise. (bi)

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