Oberentfelden

3. Sek Oberentfelden reiste zum Etang de Gruyère

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Erlebnisreiche Tage

Schon sehr aufgeregt packte ich meinen Rucksack. Viele Fragen wirbelten in meinem Kopf herum: Wie wird unsere Schulreise verlaufen? Werden alle gesund und munter zurückkommen? Aber die Frage, die mich nicht in Ruhe liess: Wie wird es im Kanton Jura aussehen? Mir war klar, dass ich die Antwort auf diese Fragen spätestens am Abend erhalten würde. 8.11Uhr. Ich wartete bereits an der Tramhaltestelle in Unterentfelden auf meine Schulkameraden und meine beiden Lehrer. 8.13Uhr. Endlich kam das Tram mit fast allen von meinen Kameraden - ein Mädchen war leider krank und einige stiegen später ein. Nun konnte es losgehen. Die Schulreise begann mit der Fahrt nach Aarau. 8.22Uhr. Nun konnten wir uns im Zug Richtung Biel hinsetzen. Allerdings blieb niemand ganz ruhig. Denn ich war nicht die einzige, die Fragen im Kopf hatte. Nach einer guten Stunde Fahrt waren wir in Biel. Es folgten noch weitere Zugfahrten und es hiess einige Male umsteigen. Von Biel fuhren wir nach Sonceboz von dort aus nach Tavannes, von Tavannes nach Le Noirmont und von Le Noirmont nach Saignelégier. In Saignelégier kam endlich der Teil, wo unsere Lehrer eher Angst hatten, aber wir Schüler uns am meisten freuten: Die Velofahrt zum Lac de Gruyère. Das Wetter war super und schon in Saignelégier erkannten viele, dass es im Kanton Jura wunderschön ist. Obwohl uns unser Lehrer sagte, wir würden nur hinunter oder geradeaus fahren, ging es dann trotzdem hinauf - zu unserem Pech. Zum Glück waren wir bald am Ziel. 11.32Uhr. Alle waren schon sehr erschöpft, aber zum Glück noch gesund. Als wir mit den Velos hinzuzufuhren, sagten alle: „Hey da drüben ist ein Pferd mit einer Glocke um den Hals." Tatsächlich. Das war das erste Mal, dass ich ein Pferd mit einer Glocke um den Hals sah. Die Tiere wurden schnell zur Attraktion für uns. Ein Mitschüler von mir wollte auf dem Pferd reiten, aber ich bin froh, hat er es bleiben lassen!  Die Pferde hatten einen Riesenspass an unseren Velos, was wir allerdings nicht so toll fanden. Erholt von den Tieren, konnten wir endlich essen und die Zeit miteinander geniessen. Eine gute Stunde später gingen wir dann zum See. Und da musste ich daran erinnert werden, dass ich noch in der Schweiz war. Wir kamen uns vor, als wären wir in Finnland. Der ganze See war umrundet von gigantischen Bäumen. Wir liefen zurück zu unseren Velos, denn vor uns lag die schönste Veloreise, die wir je gemacht hatten: vom Lac de Gruyère nach Glovelier. Eder, der an uns vorei fuhr, wurde mit einem bonjour, salut oder ça va begrüsst. Für uns war es ungewohnt, wir waren zwar in der Schweiz, redeten aber Französich - oder wir versuchten es zumindest. Die Schweiz hatten wir noch nie so gesehen. Bäume, so weit das Auge reicht, ohne ein Haus dazwischen. Kühe standen mitten auf dem Weg und Hunde rannten uns hinterher - wir waren aber schneller. Die Schweiz zeigte uns wieder einmal, wie abwechslungsreich sie ist, denn auf der Velofahrt glaubte ich im Tessin oder in Kanada zu sein. Zu der Aussicht kam noch hinzu, dass es nun nur hinunter ging. Nach einigen schönen aber strengen Kilometern kamen wir in Glovelier an und gaben unsere Velos dort ab. Nach einer WC - Pause kam der zweite Teil unserer Schulreise: der Ausgang in Basel. Eine Stunde durften wir herumschlendern, bis wir nach Hause mussten. Die Jungs gingen in den Burger King, wir Mädels ins MC Donalds. Danach schauten wir uns Basel noch an, allerdings sahen wir nicht viel, aber es war trotzdem wunderschön! Die Zeit verging viel zu schnell, und einige von uns verloren ihr Zeitgefühl, denn sie kamen 5min zu spät. Alle wieder beisammen, ging es nach Hause. Im Zug war es still und einige von uns schliefen ein - ich zum Beispiel. Meine beste Freundin hat mir ihre Schulter als Kopfkissen ausgelehnt. Wir mussten nur noch in Olten Richtung Aarau umsteigen, aber das war kein Problem. 20.00Uhr. Wir kamen in Entfelden an. Erschöpft lief ich nach Hause. Ich sprang gleich unter die Dusche und dann ging ich auch schon ins Bett. Alle meine Fragen wurden beantwortet. Alle waren gesund nach Hause gekommen und die wichtigste Antwort: Der Tag war wunderschön! Jura und Freiberge - ich komme wieder!
Ein grosses Dankeschön an unseren Lehrer E. Bossard, er hat es gewagt mit uns so eine Schulreise zu machen und das ganze organisiert!
Melanie Widmer

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