Lengnau

3. Sek Lengnau engagiert sich für Erdbebenopfer

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Schüler sammelten 2276 Franken

Am Spendentag der Glückskette engagierte sich die 3.Sek A der Kreisschule Surbtal in Lengnau für die Erdbebenopfer von Haiti. Beim Verkauf von selbst gebrannten Mandeln, Kuchen und heissen Getränken erzielten die SchülerInnen einen Sammelbetrag von 2276.05 Franken, der vollumfänglich an die Glückskette überwiesen werden konnte.
Im Herbst hatte die 3. Sek. Plattentektonik, Vulkanismus und Erdbeben im Geografieunterricht behandelt. Dieses Wissen löste schnell eine ehrliche Betroffenheit in der Klasse aus, als die ersten Informationen über den Bildschirm flimmerten. Nach dem Erdbeben informierte sich die Klasse durch die Nachrichtensender oder per Internet über Lage und Entwicklung in Haiti. Es gab jeweils viel zu diskutieren.
Am Dienstag, eine Woche nach dem Erdbeben, beschlossen die SchülerInnen, sich am Sammeltag der Glückskette mit einer eigenen Spendenaktion zu engagieren. Der Klassenlehrer war bereit, Stunden zur Verfügung zu stellen. Bereits am Nachmittag wurde die Verkaufsaktion konzipiert, erstes Material beschafft und der Kontakt zu den Standorten von Verkaufsstände erstellt. Schnell war klar, dass nicht nur in einer Gemeinde, sondern mit mehreren Verkäufen gleichzeitig gesammelt werden sollte. Nahe, aber bekannte Zentren mit vielen Leuten wurden ausgewählt: in Ehrendingen beim Coop, in Endingen beim Volg, im Markthof in Nussbaumen und in Baden in der Badstrasse. Die Aufteilung der Klasse auf die Standorte forderte nun von jedem einzelnen vollsten Einsatz und Mitdenken. Innerhalb von knapp 48 Stunden planten die SchülerInnen die Organisation des Verkaufsnachmittages. Ihr Klassenlehrer Toni Mestre stand als Coach bereit. Am Mittwochmorgen duftete es aus der Kochschule nach gebrannten Mandeln, die zum Verkaufsschlager wurden. Gleichzeitig erstellten andere Schüler im Schulzimmer Informations- und Dekorationsplakate, die am Verkaufstisch aufgelegt wurden. Und nicht zuletzt wurden am freien Mittwochnachmittag eifrig Kuchen gebacken, wobei auch Eltern aktiv in die Umsetzung einbezogen wurden. Am Sammeltag selbst halfen Eltern mit, den Transport der Gruppen zu gewährleisten.
Der Kontakt mit den fremden Leuten war eine besondere Erfahrung für die Jugendlichen. Noch am Abend diskutierten sie über die zahlreichen spannenden Begegnungen des Nachmittags. Eine Frau wollte unbedingt zwei Stücke Kuchen, aber nicht dafür bezahlen. Viele Leute rundeten den Preis grosszügig auf oder konsumierten gar nicht, sondern spendeten einfach einen Betrag. Die Solidarität und das Mitgefühl war stark spürbar. Es entstand ein unvergleichliches Erlebnis, das mit einem gesammelten Betrag belohnt wurde, der die Erwartungen weit übertraf: 2276.05 Franken! (MAM)

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