Gretzenbach

25-jähriges Jubiläum der Paul und Alice Kiefer-Stiftung

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Wir schreiben das Jahr 1994, als sich das Ehepaar Paul und Alice Kiefer aus Starrkirch-Wil zu einem wegweisenden Schritt im Solothurner Vereins-Turnsport entschloss. Beiden lag der damalige Solothurnische Kantonalturnverein sehr am Herzen – Paul war seines Zeichens von 1957 bis 1959 Präsident des Solothurner Kantonalturnverband. Überhaupt waren beide eng mit dem Turnen verbunden. Das Ehepaar wusste, dass nicht alle Turnenden in den Vereinen des Kantonalverbandes auf Rosen gebettet waren. So fehlten beispielsweise die finanziellen Mittel, um Turnkleider und Turnschuhe zu kaufen, oder an einem Lager teilzunehmen. Deshalb gründeten die beiden die Paul und Alice Kiefer-Stiftung, um gezielt Hilfe und finanzielle Unterstützung zu leisten.

Die Stiftung kann dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Ganz im Sinne ihrer Grundsätze werden keine grossen Feierlichkeiten abgehalten. Aber trotzdem soll das Jubiläumsjahr nicht ein übliches sein. Wie Präsident Franz Fürst ausführt, hat sich der Stiftungsrat für eine namhafte Spende entschieden. Der Behindertensporttag in Gretzenbach feiert 2019 sein 30-jähriges Bestehen. Jedes Jahr ermöglicht der Verein vielen Mitmenschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung einen Tag mit Spass, Herausforderung und tollen Erlebnissen – gemeinsam mit gesunden Menschen. Am 14. September überreichte Franz Fürst im Namen der Paul und Alice Kiefer-Stiftung im Rahmen der Jubiläumsfeier einen Check über 2500 Franken.

Auf 25 Jahre als Finanzchef der Paul und Alice Kiefer-Stiftung zurückblicken kann 2019 Hansjörg Barrer. Als delegiertes Vorstandsmitglied des Kantonalturnverbandes gehörte er zu den sieben Gründungsmitgliedern. Das Jubiläumsjahr ist für ihn Gelegenheit, die finanziellen Geschicke in andere Hände zu geben. Seit dem 1. Juni 2019 ist der Stiftungsrat mit Jörg Nützi als Finanzchef neu besetzt. Über das vergangene Vierteljahrhundert kann Hansjörg Barrer so einiges erzählen. So weiss er beispielsweise, dass die Turnerschaft für die kinderlosen Paul und Alice fast so etwas wie ein «Ersatzkind» war. Der Umfang der geleisteten Unterstützungsbeiträge war über alle Jahre etwa ausgeglichen – mal konnte mehr ausgeschüttet werden, manchmal weniger. Das war einerseits abhängig von den Gesuchen selbst, ob sie dem Stiftungszweck entsprachen, und andererseits spielte der Bekanntheitsgrad eine Rolle. Alles Wissenswerte unter www.sotv.ch/paulundalicekiefer.

Die Erfolgsgeschichte der in ihrer Art einzigartigen Paul und Alice Kiefer-Stiftung geht weiter ins nächste Vierteljahrhundert.

Text und Fotos: Daniel Häfliger

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