Aarau

2. Digital Day in Aarau: Wissenschaft, Femtech & Wein im Fokus

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Im Dialog digitale Themen behandeln sowie Trends und Szenarien aufzeigen, mit dieser Absicht haben Previon Plus AG, KENDRIS AG und das Stadtmuseum Aarau am 3. September 2019 in Aarau zum zweiten Mal eine Networking Abendveranstaltung zum 3. Schweizerischen Digitaltag durchgeführt. Flankierend dazu luden die Stadt Aarau und das Stadtmuseum Aarau zu vier kleineren öffentlichen Veranstaltungen am Vor- und Nachmittag ein.

Auch abseits der grossen Wirtschaftszentren war der Schweizerische Digitaltag spür- und erlebbar. Über 120 Gäste durften Previon Plus, KENDRIS und das Stadtmuseum Aarau zur Abendveranstaltung in Aarau begrüssen. Eine stolze Zahl, welche aber nicht überrascht. Denn wiederum trugen drei  Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Branchen mit Ihrer eigenen Geschichte zu einem abwechslungsreichen Themenpotpurri bei.

Previon Plus, KENDRIS und das Stadtmuseum Aarau heissen willkommen

Nachdem die Gäste durch den Leiter a.i. des Stadtmuseums Aarau, Marc Griesshammer begrüsst und willkommen geheissen wurden, eröffnet Previon Plus Gründer Roger Wernli den Abend. Er erwähnt, dass Previon Plus zum Digitaltag mit einem Redesign der firmeneigenen Webseite (previon.ch) und “Previon Next” einem Programm für innovativen KMUs und ambitionierte Jungunternehmer, aufwartet. Auch KENDRIS Gastgeber Kollege Kevin Dietiker, hat News zu verkünden: KENDRIS will mit ihrer Start-up Initiative k!up (www.k-up.io) Start-up Unternehmen smart durch den Buchhaltungs- und Steuerdschungel navigieren und sie von Treuhand Aufgaben entlasten, damit sie sich voll und ganz der Umsetzung ihrer Idee widmen können.

Zurück in die digitale Zunkunft

Die Referentenreihe wird eröffnet von Dr. Darius Zumstein, dem Dozent der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit seinem Referat „Zurück in die digitale Zunkunft“. Die Vergleiche von gestern zu heute versetzte die Gäste ins Staunen. Zumstein zeigt auf, worin die Chancen der Digitalisierung liegen: „die Chancen der Digitalisierung sind dort, wo heute analoger Frust und Ärger besteht“. Der Marketing Forscher präsentierte neue Technologien wie Chatbot, Voice Steuerung, Zahlung per Gesichtserkennung und weitere audiovisuelle und intelligente, personalisierte Entwicklungen der Neuzeit. Und dass Google besser und künstliche Intelligenz uns das Leben einfacher machen wird. Er ist überzeugt, dass sich in der Zukunft datenbasierte Lösungen durchsetzen und noch viele neue Berufsbilder entstehen werden.

Globale, digitale Schweizer Idee ausgezeichnet

Big Data ebenfalls zu Nutze macht sich der zweite Referent und CEO des mehrfach preisgekrönten Schweizer Femtech Start-up Unternehmens AVA, der in Aarau aufgewachsene Pascal König. Er brachte dem Publikum die vielen Möglichkeiten näher, welche Social Media und insbesondere Facebook mit sich bringen, um weiltweit gezielt Nischengruppen anzusprechen. Pascal König erklärt „über Facebook kann man erschreckend präzis Kundinnen ansprechen“. „Man kommt sehr tief herunter in die „Demographics“ und kann für ein paar wenige Dollars eine Kampagne schalten.“

Das Unternehmen wurde vor fünf Jahren in der Schweiz, wo sich der Hauptsitz befindet, gegründet und stieg als erstes gleich in den damals grössten Markt der Welt, der USA ein. Mit der US Niederlassung in San Francisco sind die Macher nahe dran bei den grossen Social Media Unternehmen wie Facebook, Google & Co. Im Headquarter in Zürich, wo sich das Herz des Unternehmens, das „Data Science“, befindet, profitiert das Unternehmen von der Nähe zur ETH und anderen Bildungsinstituten. Spannend zu hören war auch, welche Ideen das agile Unternehmen in der Zukunft für uns noch bereit hält.

Endlich Wein verstehen

Das dritte und abschliessende Referat hielt an diesem Abend die junge Aarauer Weinbloggerin Madelyne Meyer. Sie macht mit ihrem Blog «Edvin» und ihren andersartigen Weinkursen die etwas verstaubte Welt der Weine auch einem jüngeren Publikum schmackhaft. Was mit einer kleinen Lernschwäche begann, gipfelt schliesslich im erfolgreichen Launch ihres Buches „endlich Wein verstehen“. Madelyne Meyer versteht es, seitenlange Texte in persönlichen Illustrationen, Mindmaps, Skizzen und Zeichnungen anschaulich zusammenzufassen und für die Allgemeinheit verständlich zu machen. Sie bricht die vielschichtige Geschmackspalette herunter auf vier verschiedene Weinstiltypen und hält fest: „für einen Laien ist es einfacher auf der Struktur aufzubauen“, denn „Aromen sind zweitrangig weil sie dem Genuss nichts bringen“.

Nach dem Bachalor Studium lernte Madelyne die Weinwelt in Kalifornien beim Arbeiten auf einem Weingut und parallelen Ausbildungskursen kennen und startete dort mit ihrem Blog. In Bordeaux, der nächsten Weindestination, gewinnt sie dann einen Blog Award. Madelyne ist ein grosser Fan von Social Media, dank welchen sie recht schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erreichte. Sie teilt ihre Visualisierungen auf Instagram und Facebook, führt dort Abstimmungen durch und interagiert mit ihrer Zielgruppe. So erhielt sie wertvolle Daten, welche in ihrem Buchprojekt eingeflossen sind. Auf die Frage, ob sie sich über die Weinwelt lustig macht, sagt sie: Es braucht immer ein bisschen Selbstironie, aber natürlich begegne ich dem ältesten Getränk der Welt mit Respekt.

Beim #DDA20 auch mit dabei?

Nach den Referaten ergab sich für die Gäste die Gelegenheit, sich im Stadtmuseum einer Kurzführung durch die Ausstellung „PLAY“, welche noch bis Ende Jahr verlängert wurde, anzuschliessen. Alternativ konnten sich die Gästen beim feinen Apéro über die breite Palette nicht nur digitaler Themen austauschen. Anwesend waren neben den Kunden der drei Gastgeber auch Persönlichkeiten aus Sport, Politik und der Wirtschaft des Kantons Aargau.

Unser DDA19 Video zeigt in einem spannenden Zusammenschnitt eindrücklich die gemütliche Stimmung am zweiten Aarauer Digitaltag Abend im historischen Stadtmuseum. Wir freuen uns, wenn auch Sie im nächsten Jahr am #DDA20 mit dabei sind.

Und hier geht’s zur Fotoseite

www.digitaldayaarau.ch

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