Oberentfelden

17 + 3 + 42 + 8000 - 3 = YOLO

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Um die dargestellte Abschlusstaggleichung zu verstehen, muss man sie in der umgekehrten Reihenfolge lesen. Das Endresultat „YOLO – you only live once“ gilt als Jugendwort 2012 und bedeutet: „Du läbsch nur einisch, also geniess dein Leben!“ Unter diesem Motto wurde am 22.02.14 der Abschlusstag der PH3-Klasse durchgeführt.

Nun aber nochmals zur gestellten Rechnung – jetzt aber in gewohnter Reihenfolge:

Die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen bereits am Vormittag vor ihrer ersten Herausforderung – dem Meterapéro. Unter der Anleitung der drei Leitungspersonen stärkte sich die Abschlussklasse mit einem interaktiven Motivationsdrink. Diese Vitaminspritze brauchten sie für die knifflige Tagesaufgabe. Während knapp vier Stunden wurde im Kirchgemeindehaus eine imposante Dominolandschaft aufgebaut. Ein Stein nach dem anderen wurde sorgfältig plaziert. Die vier verschiedenen Bautruppen arbeiteten nach einem vorgegebenen Konzept – jeder Gruppe wurde ein Landesmotto zugeteilt: Schweiz, Ägypten, China und Holland waren auf der Dominoweltkarte vertreten. Insgesamt wurden an diesem Tag 8000 Steine in Spiralen, Burgen, Strassen und Pyramiden verbaut. Die Jugendlichen waren von der Aktion so begeistert, dass sie freiwillig auf drei Pausen verzichteten und die gewonnene Zeit in die Bauphase investierten.

Der Dominoeffekt widerspiegelt auch das, von der Klasse gewählte, Tagesmotto. Die erbaute Landschaft zerfällt in wenigen Sekunden, das Tageswerk ist zerstört. Die Frage nach dem Sinn der Arbeit ist gerechtfertigt. Für was lohnt es sich zu leben und sich zu investieren? Wirkt ein Spass- und Geniessermotto nicht etwas egoistisch? Gemeinsam mit den Jugendlichen haben sich die Teammitglieder Gedanken zum Lebenssinn und zur sinnvollen Investition in andere Menschen gemacht.

Nach dieser Vertiefungsphase standen weitere Höhepunkte auf dem Programm: Das gemeinsame Nachtessen, die feierliche Urkundenübergabe im Jugendgottesdienst X-Made und schlussendlich das Auslösen der Dominolandschaft. Innerhalb von einer Minute rasselte die Kettenreaktion unaufhaltsam durch das KGH – auch mit einigen Zwischenstopps wurde das Tagesziel erreicht und die Freude bei den Jugendlichen war grenzenlos. Was danach folgte ist rekordverdächtig: Innerhalb von wenigen Minuten und unter tatkräftiger Mithilfe von allen Beteiligten, wurde das Dominochaos beseitigt und die farbigen Steine feinsäuberlich in ihre Kisten sortiert. Was zurückbleibt sind viele gute Erinnerungen und glückliche, aber erschöpfte Leitungspersonen. Das Statement der Jugendlichen zu ihrer Verfassung wäre wohl: „Was soll’s – YOLO!“

Das Video zum Dominofall gibt es auf der X-MADE Facebookseite.

Joni Merz

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