Bedingt durch Krankheit, Berufsarbeit und Diplomabschluss waren drei Mitglieder entschuldigt. Als Gäste konnten Markus Bläsi vom Seelsorgeverband sowie die beiden Kirchenpflegerinnen Jeannette Berger und Jolanda Hofer begrüsst werden.

Protokoll und Jahresrechnung wurden mit Applaus gutgeheissen. In ihrem Jahresbericht liess die Präsidentin Karin Binggeli die klingenden und die gesellschaftlichen Stationen noch einmal aufblitzen. So nahm der Habsburgertag mit der Klosterkirche Königsfelden und dem Schloss über der Aare einen besonderen Raum ein. Auch das Singen in den Gottesdiensten, das Gedenken für den langjährigen Pfarrer Baumberger und das öftere Höckle nach den Singstunden wurden in Erinnerung gerufen.

Chorleiter Gerhard Trottmann begann mit einem Dankeschön an alle Chormitglieder vor und hinter den Kulissen seinen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Er pries das Singen als Medizin für Geist und Seele und bedauerte, dass in der heute durchrationalisierten Welt viel weniger gesungen wird als früher. Selbst zuhause wird der Abwasch heute von der Maschine erledigt und es bleibt auch hier keine Zeit mehr für gemeinsames Schwatzen und Singen bei der Hausarbeit. Das Jahr 2011 steht im Zeichen von Cantars 2011. Wir werden in Rheinfelden, zusammen mit dem Chor Frick, Werke des Toggenburgers Peter Roth singen. Unser Chorleiter freut sich auf diese Herausforderung und auf das neue Chorjahr und dankt allen, die ihre ganze Kraft dem gemeinsamen Singen zukommen lassen.

Nach 7 Jahren als Präsidentin gab Karin Binggeli ihr Amt weiter. Neu werden Mirjam Müller und Ruth Wunderlin die Vereinsleitung im Co-Präsidium führen. Für die weggezogene Erika Ferrari wurde Nicole Gautschi als Rechnungsrevisorin gewählt. Kirchenpflegepräsidentin Jeannette Berger gratulierte dem Chor zum Jubiläum in heiteren Worten und übergab dabei einen „Blankoscheck" für einen gemütlichen Abend! Auch Markus Bläsi freute sich über die Mitarbeit des Chores mit seinen Liturgieanteilen im vergangenen und im kommenden Jahr.

Anhand von vorhandenen Geschichts-, Bild- und Tondokumenten erstellte Stephan Sonderegger eine witzige Jubiläumsschau. Sie ist durchmischt mit historischen Chordokumenten, Mumpfer Pfarreigeschichte, Einblicken in Reisen und Chorfeste und natürlich ins Singen. Die Schau fand begeisterte Aufnahme wie auch das nachfolgende
Festkonzert, bestritten durch choreigene Künstler. Dargeboten wurden die Lieder „An die Musik" von Franz Schubert, „Halleluja" und „Suzanne" von Leonhard Cohen sowie zwei Volklieder aus dem „Röseligarten", dann Gitarrenmusik aus dem 17. Jahrhundert, rumänische Folklore für Panflöte und vierhändige Pianostücke von Diabelli. Der Chor beschloss das Konzert mit „Play a simple melody".

Im Gottesdienst vom Sonntag 23. Januar fanden dann Loblieder aus aller Welt ihren Platz, so
auch „Qing zao quilai" aus China, „Gloria a Dios" aus Peru, „Here I am Lord" aus Amerika, „Santo" aus Argentinien und „Sikurin gwana Hosi" aus Mosambik. Durch das Mitsingen der Young Ladys erhielten die Gesänge einen besonderen Charakter. Der anschliessende Apéro im Pfarrsaal und die Jubiläumsschau in der Pfarrhausstube fanden unter den zahlreichen Gottesdienstbesuchern regen Zuspruch.