«Tu Gutes und sprich darüber!», insbesondere dann, wenn damit einer unterstützenswerten Organisation eine Plattform gewährt wird, um sich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der Lions-Club Suhren- und Wynental organisierte ein Charity-Golfturnier zugunsten der Kinderkrebshilfe Schweiz.

Frisch geduscht, aufwändig gestylt, gut gelaunt und zum Teil mit sonnengeröteten Wangen sassen sie zu Tisch im komfortablen Ambiente des Golfrestaurants in Oberentfelden – die Mitglieder des Lions Club Suhren- und Wynental. Sie alle hatten einen erfreulichen, befriedigenden, aber auch schweisstreibenden Tag hinter sich, denn sie spielten Golf auf einer wunderschönen Anlage, und dies bei königlichem Wetter – für einen guten Zweck. Endlich durften sie den Abend in vollen Zügen geniessen im Wissen, eine Organisation unterstützt zu haben, die zahlreichen schwerbetroffenen Familien ein bisschen Linderung in der Not bringen kann. Im Laufe des Abends wurden sich die meisten schnell einig, dass sie am 6. Juni 2014 wieder dabei sein werden, wenn das nächste Chrity-Golfturnier steigen wird. Absoluter Golf-King wurde bei den Herren HCP Pro bis PE Charles Wolfsberger aus dem Markgräflerland. 2. Antonio Fusco, 3. Peter Walther, beide Entfelden. Bei den Damen HCP 0.0 bis PE waren es Hedy Bächer-Kälin, Rastenmoos, Vreni Krummenacher, Engelberg-Titlis und Christina Renold, Entfelden. Herren HCP 0.0 bis 15.9: Peter Walther, Toni Krummenacher, Charles Wolsberger. HCP 16.0 bis 27.9: Thomas Rickli, Beat Fischer, Andreas Streit, alle Entfelden. HCP 28.0 bis PE: Hans-Ruedi Hohl, Entfelden, Werner Bucher, Rastenmoos, Michael Haag, Lägern. Damen HCP 0.0 bis 28.9: Hedi Bächer-Kälin, Rastenmoos, Heidi Rickli, Cilgia Fischer und Christina Renold, alle Entfelden. HCP 29.0 bis PE: Jolanda Küng, ASGI, Sylke Reichhardt, Schinznach Bad und Karin Streit-Heimann, Entfelden.

Nur Betroffene kennen die Not
Der Hauptgast des Abends war Sonja Aytar. Sie vertritt die 25 Jahre alte Kinderkrebshilfe Schweiz als Präsidentin der Eltergruppe Aarau. Die sympathische junge Frau und zweifache Mutter stellte ihre Institution mit viel Leidenschaft vor, denn ihre Familie wurde vor fünf Jahren mit der Diagnose Krebs bei ihrer Tochter konfrontiert. Heute gehe es ihrer Tochter gut, konnte sie versichern. Aber diese Erfahrung war Motivation genug, um sich für die Krebshilfe Schweiz zu engagieren, die sich aus vier Elterngruppen zusammensetzt, die sich an den Spitälern mit onkologischen Kinderabteilungen einsetzen, so in St. Gallen, Bern, Aarau und neu auch Basel. Die Institution wird zu 100 Prozent von Spendengeldern finanziert.

Ein Einsatz der dringend nötig ist
Die Elterngruppe agiert an der Basis mit dem obersten Ziel, die frisch betroffenen Familien so rasch als möglich abzuholen. Der Gefühlszustand ab Diagnose kann nicht beschrieben werden, und nur selbst Betroffene können nachvollziehen, wie gross die Verzweiflung ist, wenn die kleine Welt der Familie zusammenbricht. In dieser Phase brauchen Familien dringend einen Beistand mit Erfahrung, denn Betroffenheit ist die Stärke der Mitglieder der Elterngruppe. Neben der mentalen Betreuung werden auch reale Dinge an die Hand genommen, beispielsweise die Mitbetreuung der gesunden Kinder zu Hause, welche ob der Fürsorge für das kranke Kind unweigerlich zu kurz kommen. Nach Überwindung der Krankheit ist die Leidenszeit noch nicht vorbei. Und auch da hilft die Elterngruppe den Familien mit verschiedenen Mitteln im normalen Leben langsam wieder Fuss zu fassen. Für den respektablen Check von 15›000 Franken dankte Sonja Aytar mit Tränen in den Augen.