Die Chrischona Schöftland-Rued feierte am vergangenen Sonntag einen besonderen Erntedank-Gottesdienst in der schön geschmückten Aula Schlossrued, denn die evangelische Freikirche blickte gleichzeitig dankbar auf ihre ersten Anfänge vor 150 Jahren zurück.

Das Pastorenehepaar Gloor führte durch den fröhlichen und festlichen Gottesdienst und zeigte in einem kurzen Überblick die Entwicklungsgeschichte der Freikirche auf. 1864 haben erstmals Prediger, die auf St. Chrischona bei Basel ausgebildet wurden, im Ruedertal Bibelstunden durchgeführt. Die Versammlungen in den verschiedenen Privathäusern wurden stetig grösser, so dass 1930 und 1937 in Schlossrued und Schmiedrued eigene kleine Kapellen errichtet wurden.

Seit 2004 feiern die Rueder ihre Gottesdienste gemeinsam mit den Schöftlern in der Kapelle Schöftland. Die Kapelle in Schlossrued wurde verkauft, die Löhrenkapelle in Schmiedrued wird nach wie vor genutzt, vor allem für die lokale Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit.

Da die Gemeinde schon seit längerem Platzprobleme hat und in letzter Zeit auch wieder stetig wächst, ist ein Erweiterungsbau mit einem neuen Saal für 200 Personen am Entstehen. Die Kollekte des Festgottesdienstes und der Erlös des Erntedankverkaufs waren darum auch für den Baufonds bestimmt.

Ein grosser Teil der gut 100 Gottesdienstbesucher blieb anschliessend noch zum gemütlichen Mittagessen. Passend zum Anlass gab es Kartoffelsuppe und ein reichhaltiges Kuchenbuffet – fast wie vor 150 Jahren.