Wie üblich am Samstag vor Weihnachten, trafen sich ein Dutzend Oeschger Scheibensprenger in der Hopfenschüür zum traditionellen Schiibe spalten. Da wurden die quadratisch gefrästen Brettchen, aus den vor wenigen Wochen im Oeschger Wald geschlagenen Hagebuchen für eine perfekte Flugbahn vorbereitet. Mit Beilen faste man sie pyramidenförmig an, die Späne flogen nur so dahin. Im Jargon wird diese Tätigkeit „näggele“ genannt und kostet bei unvorsichtigem Hantieren auch mal einen Blutstropfen. Anschiessend erhielt jede Scheibe eine Zentrumsbohrung für den Schleuderstecken und wurde auf Schüre zu 100 Stück gereiht. Mit den gut zehn neuen Scheiben-Schlangen stellen die Männer sicher, dass bestimmt genügend Reserve für das kommende Scheibensprengen vorhanden ist.

Gross und klein aus nah und fern sind herzlich eingeladen, an der alten Fasnacht am Sonntag, 22. Februar 2015, kostenlos auf Haselruten gesteckte Scheiben im Feuer anzuglühen und in den Nachthimmel zu schleudern sowie dem Schauspiel des riesigen Feuerrads beizuwohnen. In der dann nebenan stehenden Festhütte auf dem Oeschger Boll kann man sich bereits ab 14 Uhr stärken und aufwärmen.

BWO