Die EDU Bezirk Aarau lud zum  1. Abstimmungsapéro  nach Muhen ein.  Rund 50  Interessierte folgten diesem erstmaligen Angebot der  Bezirkspartei  in den Partyraum der Metzgerei Berchtold. Grossrat Samuel Schmid informierte sachlich über die drei kantonalen Vorlagen der Abstimmung vom kommenden 13. Juni. Spannend erzählte Schmid von den Verhandlungen im Grossen Rat, wo er sich im Vorfeld dieser Abstimmung sehr für ein Nein zum  „Einführungsgesetz zum Arbeitsrecht“ eingesetzt hatte. Er ist selber im Co-Präsidium des Komitees „Hände weg vom Sonntag“ und konnte somit den Anwesenden aus erster Hand wichtige Informationen zur Meinungsbildung  liefern. Der Sonntag soll nicht  zum Werktag verkommen und die Dorfläden dürften nicht noch mehr Konkurrenz ausgesetzt werden.

Im zweiten Teil dieses Informationsabends wurde ein Thema behandelt, welches ebenfalls topaktuell ist: Jugend und Gewalt. Der Solothurner Philipp Frei arbeitet seit 4 Jahren in der Gewaltprävention mit Jugendlichen.  Er ist Leiter vom gemeinnützigen Verein  „wertikal.com“  und  versucht in dieser Tätigkeit,  bei jungen Menschen ihre Aggressivität  in andere Bahnen zu lenken, damit diese  einen Sinn im Leben finden können. Wenn Perspektiven,  Wertschätzung  oder intakte Familie fehlen, ist die Gewaltbereitschaft sofort um ein Vielfaches höher. Ergeben sich daraus strafbare Handlungen,  muss die Strafe möglichst rasch folgen. So wie es in Deutschland mittlerweile gang und gäbe ist, sollte auch unsere schweizerische Justiz  sofort strafen können,  damit den Tätern ihr Fehlverhalten  unmittelbar bewusst wird. 97 % der Jugendlichen sind nicht straffällig – aber jeder Dritte wird während seiner Schulzeit mindestens einmal Opfer von Gewalt! Dies gibt zu denken. Philipp Frei machte den Zuhörern Mut, den Jugendlichen wieder vermehrt Grenzen zu setzen. Jugendliche  brauchen Grenzen - aber auch Akzeptanz und Wertschätzung, und dies beginnt zuhause in der eigenen Familie.

Bei Speis und Trank bot sich im Anschluss an die beiden Referate Gelegenheit, mit Grossrat Samuel Schmid und dem Jugendarbeiter Philipp Müller persönliche Anliegen zu diskutieren.