Grosser Tag für die im Pflegeheim Sennhof in Vordemwald lebende Lenzburgerin Wilhelmine Hilfiker. Zum 100. Geburtstag konnte die Jubilarin die besten Glückwünsche von der Stand Lenzburg durch die Stadträtin Heidi Berner entgegen nehmen. Natürlich trafen auch vom Regierungsrat des Kantons Aargaus die besten Wünsche ein, mit einem lieben Brief und einem grossen Blumenstrauss. Im engsten Familienkreis feierte die mit fünf Geschwistern in Lenzburg aufgewachsene Jubilarin genüsslich ihren grossen Tag. Ihr verschmitztes Lächeln, das Zitieren des jeweiligen Wochenspruchs auf der Station und das genüssliche verspeisen von Dessert im Schloss-Café deuten klar auf einen doch recht rüstigen Menschen hin.

Ihre Eltern, der Vater war Sous-Chef bei der Eisenbahn, lebten in einem schönen Haus mit einem grossen Rosengarten, welche sie mit ihrer Schwester mit viel liebe sehr pflegte. Die gelernte Damenschneiderin zog auch für einige Zeit ins ferne Kalifornien zu ihrem Bruder. Beim zurückkehren in die Schweiz waren die Taschen der leidenschaftlichen Sammlerin mit vielen Stücken von versteinertem Holz gefüllt. Aus vielen Halbedelsteinen liess die stets adrett und gepflegt erscheinende Wilhelmine Hilfiker auch einzigartige Schmuckstücke herstellen.

Als aktive Schneiderein gab sie Kurse in Zürich und war mit ihrer Aufgeschlossenheit der Mode immer etwas voraus. So mögen sich die Nichten nur zugut an ein sehr auffallendes, einmaliges Kleid im hellen grün erinnern. Die leidenschaftliche Imkerin pflege zusammen mit ihrer Schwester zu Hause den Vater. Selbst als Bäckerin liess sie ihr kunstvolles Wirken anhand von wunderschönen Anäs-Mödeli erahnen. Die Jubilarin reiste nur allzu gerne mit der Eisenbahn, oft war sie am Hallwylersee anzutreffen. Ihren letzten Lebensabschnitt wollte sie ganz bewusst etwas fern von Lenzburg verbringen und entschied sich nach eingehender Prüfung auch wegen der schönen Umgebung für das Pflegeheim Sennhof in Vordemwald.