Bottmingen

Vandalismus wie in den Sommerferien

Vergangene Woche brannte in Reinach ein Hühnerstall, wobei 20 Hühner gestorben sind.

Brand Hühnerstall Reinach BL

Vergangene Woche brannte in Reinach ein Hühnerstall, wobei 20 Hühner gestorben sind.

In Bottmingen kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Vandalenakten.

Am 31. März kam es zum wiederholten Male beim Schützenhaus in Bottmingen am Ende der Känelmattstrasse zu Sachbeschädigungen. In einer benachbarten, privaten Liegenschaft wurden Scheiben zerschlagen, die Tür aufgebrochen sowie ein Zaun auf dem Areal zerstört. Bierflaschen wurden auf dem Gelände liegen gelassen. Zudem wurde bereits zum dritten Mal ein Verkehrsschild abmontiert. Dieses Mal wurde es im Weiher aufgefunden.

Die Eigentümerin der privaten Liegenschaft berichtete gegenüber der Gemeinde, dass sich zurzeit vermehrt Jugendliche Zugang zum zurzeit leer stehenden Schützenhaus verschaffen würden, um sich dort aufzuhalten. «Es handelt sich um keinen offiziellen Jugendtreffpunkt», betont Valerie Wendenburg, auf der Bottminger Gemeindeverwaltung zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Auf dem Areal befinden sich eine Grillstelle sowie ein Fussballfeld. Beide sind zurzeit aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen gesperrt.

Junge verstossen gegen Corona-Regeln

Es war nicht der erste derartige Vorfall in diesem Jahr, berichtet Valerie Wendenburg. Beim Schulhaus Talholz wurde am Wochenende des 1. März randaliert. Am Osterwochenende wurden dort erneut Lampen vor der Turnhalle zerstört. Es gebe in Bottmingen immer wieder wellenartige Phasen von Vandalismus. Dass Sachbeschädigungen während der Coronakrise, in der unter anderem der reguläre Schulbetrieb ruht, aber zugenommen haben, könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, meint Wendenburg.
Nicht nur aus Bottmingen werden zurzeit Vandalenakte vermeldet. Vergangene Woche brannte in Reinach ein Hühnerstall, wobei 20 Hühner gestorben sind. Die mutmassliche Täterschaft – zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren– konnte die Kantonspolizei aufgrund eines Hinweises einer Drittperson anhalten. Die beiden jugendlichen Schweizer hätten im Zuge der Ermittlungen gestanden, in den vergangenen Wochen für weitere Einbruchsdiebstähle sowie Sachbeschädigungen verantwortlich zu sein.

Gemäss Mediensprecher Adrian Gaugler stelle auch die Baselbieter Kantonspolizei seit Beginn des Lockdowns vor einem Monat keine «aussergewöhnliche Zunahme» von Sachbeschädigungen fest. «Die Situation ist in etwa vergleichbar mit der ‹Sommerferien-Schulzeit›, das heisst keine Schule und schönes Wetter», sagt Gaugler. Ob die aktuell verübten Straftaten tatsächlich mehrheitlich von Kindern und Jugendlichen, die aufgrund des Schulausfalls und der Ferien mehr Zeit zum «Herumhängen» hätten, verübt werden, könne die Polizei nicht definitiv sagen, betont Gaugler. «Es ist aber tatsächlich so, dass wir in den letzten Tagen und Wochen festgestellt haben, dass sich vermehrt Jugendliche und junge Erwachsene nicht an die Verordnungen des Bundesrates hielten. Sie werden durch uns eindringlich ermahnt und nötigenfalls entsprechend gebüsst.»

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