Forschung

Uni Basel will an Expo kein Feigenblatt für Syngenta sein

Die Uni Basel will die Syngenta an der Expo in Mailand nicht vertreten.

Die Uni Basel will die Syngenta an der Expo in Mailand nicht vertreten.

Die Universität Basel will den Agrarkonzern Syngenta an der Expo in Mailand nicht unterstützen. Denn: «Unsere Forschung ist frei von Konzerninteressen» Sie ist mit eigenen Vorträgen und einer Ausstellung vertreten.

Die Universität Basel hat den Organisatoren des Basler Expo-Auftritts in Milano eine Absage erteilt. Wie sie gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagt,  wird sie zwar mit einer Veranstaltung und einer Ausstellung teilnehmen, doch sie wird keine «kontroverse Diskussion» über die Herstellung von Nahrungsmittel führen.

Dies hatte sich Sabine Horvath, die Basler Aussenbeauftragte, als flankierende Massnahme zum Sponsoring der Syngenta ursprünglich gewünscht. Der Agrarkonzern wird unter anderem international kritisiert, weil er das Herbizid Paraquad herstellt, das jährlich Tausende Landarbeiter vergiften soll.

Dass ausgerechnet Syngenta den Basler Auftritt an der Weltaustellung in Mailand mit dem Titel «Feeding the Planet, Energy for Life» bezahlt, hat der Regierung viel Häme eingebracht. Die Uni Basel hält sich aus dieser Diskussion heraus und sagt der «Schweiz am Sonntag»: «Unsere Forschung ist frei von Konzerninteressen.»

Stattdessen zeigt sie die Ergebnisse dieser Forschung unter dem Motto «Energie und Nachhaltigkeit» mit Vorträgen von fünf Professoren und einer Ausstellung.

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