Tinguely Ahoy
Logbuch-Eintrag 5: Genug getankt bedeutet gut gerüstet

Dank 1600 Litern Diesel und aufgestockten Vorräten hat das Tinguely-Ausstellungsschiff seinen nächsten Zielort erreicht: Gelsenkirchen.

Michael Gasser
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Das Ausstellungsschiff hat in Gelsenkirchen angelegt.

Das Ausstellungsschiff hat in Gelsenkirchen angelegt.

Museum Tinguely

Reist die MS Evolutie unter ­dem Titel «Museum Tinguely Ahoy!» weiter, so will dies effektiv geplant sein. Als sich das ­ehemalige Frachtschiff in Amsterdam erneut startklar machte, wurde es an Bord entsprechend geschäftig.

Zwar musste Tinguelys Schwimmwasserplastik, welche die fahrende Ausstellung ziert, dieses Mal nicht im Schiffsbauch verstaut werden wie es auf früheren Streckenabschnitten nötig gewesen war. Aber es galt, die ­Sonnenpanele sowie das Schiffsgeländer zu demontieren und das Dach herunterzusetzen. Dank dieser Massnahmen verringert sich die Höhe der MS Evolutie, was es erlaubt, selbst speziell tiefhängende Brücken auf dem Rhein-Herne-Kanal problemlos zu passieren.

Gestern vor einer Woche hiess es endgültig von der niederländischen Hauptstadt Abschied zu nehmen: Kapitän ­Steven Leisenberg und seine Partnerin Tamina Widmer machten sich zu ihrer Fahrt auf. Eine siebenstündige Heraus­forderung, die abends mit einem prächtigen Sonnenuntergang auf der Waal belohnt wurde. Am Folgetag nahm die MS Evolutie nebst gut 1600 Litern Diesel auch rund 2000 Liter Wasser an Bord. Womit man gerüstet war, das Ziel Gelsen­kirchen zu er­reichen – vergan­genen Samstag war es dann soweit.

Ein prächtiger Sonnenuntergang.

Ein prächtiger Sonnenuntergang.

Museum Tinguely

Da in Deutschland aktuell verschärfte Corona-Bestimmungen gelten, musste während der ­beiden Öffnungstage der Zugang zur Ausstellung und zu den Workshops an Bord limitiert werden. Was der Begeisterung der Besucherinnen und Besucher jedoch keinen Abbruch tat. Zu schätzen wussten diese nicht zuletzt die von den beiden lokalen Partnerinstitutionen, dem Musiktheater im Revier und dem Kunstmuseum Gelsen­kirchen, initiierten und angebotenen Architektur- respektive Kuratorinnenführungen.

Vertontes Wasser und ein Wettbewerb

Die MS Evolutie hat nun bereits einen Drittel ihrer Reise absolviert. Begleitend zu dieser lud das Museum Tinguely gemeinsam mit dem Basler Sender ­Radio X zehn Musik- und Kunstschaffende dazu ein, einen Soundbeitrag zum Thema Wasserklang beizusteuern.

Diese Artist Edition soll auch dazu ­inspirieren, am Wettbewerb «Sound in a Bottle» zu partizipieren und eigene Hörstücke oder Videobeiträge zum Thema einzuspielen und hochzuladen. Ob sich diese auf tropfende Quellen abstützen oder eine originäre Tauch-Komposition darstellen, ist ganz der Fantasie und Kreativität der Teilnehmenden überlassen.

Tinguelys «Schwimmwasserplastik» in Aktion in Gelsenkirchen.

Tinguelys «Schwimmwasserplastik» in Aktion in Gelsenkirchen.

Frank Vinken

Die bisherigen Logbuch-Einträge von «Tinguely Ahoy»

  1. Logbuch-Eintrag
  2. Logbuch-Eintrag
  3. Logbuch-Eintrag
  4. Logbuch-Eintrag

Weitere Informationen inklusive den Teilnahmebedingungen finden sich unter: www.tinguely.ch/de/ahoy/­doityourself/sound-in-a-bottle.html
Die Artist Edition lässt sich hören unter:
https://radiox.ch/news-archiv/artist-edition-sound-in-a-bottle.html
Im Wochenrhythmus begleitet die bz die Stationen der MS Evolutie.
www.mtahoy.com

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