Schlussabrechnung
FHNW-Campus war um zwei Millionen Franken günstiger als vorgesehen

Der Deckeneinsturz beim Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz von 2016 ist auf eine nicht eingelegte Spreizarmierung zurückzuführen. Ausserdem war der 300-Millionen-Bau in Muttenz günstiger als vorgesehen.

Tomasz Sikora
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Der 65 Meter hohe Campus der FHNW in Muttenz wurde 2018 eingeweiht.

Der 65 Meter hohe Campus der FHNW in Muttenz wurde 2018 eingeweiht.

Benjamin Wieland

Die Bau- und Planungskommission (BPK) des Landrats hat gestern ihren Bericht zur Schlussabrechnung des neuen FHNW-Campus in Muttenz dem Landrat vorgelegt. Wie dem Dokument zu entnehmen ist, belief sich die teuerungsbereinigte Projektsumme auf 300,43 Mio. Franken , was im Vergleich zur bewilligten Projektsumme von 302,40 Mio. einer Einsparung von fast zwei Millionen Franken entspricht.

Weiter erklärt die Kommission im Bericht, wie es 2016 zum Einsturz der Decke kommen konnte. So habe die Bau- und Umweltschutzdirektion erläutert, dass beim Vorspannen die Spreizarmierung nicht eingelegt worden sei und die Vorspannung deshalb nicht die ganze Decke habe halten können.

Für Kritik sorgte in der Kommission die Tatsache, dass der Campus insbesondere mit dem öffentlichen Verkehr nach wie vor nicht optimal erschlossen sei. Es gebe nach wie vor die Forderung, dass mehr Schnellzüge in Muttenz halten sollen, um die Anbindung für Studierende aus dem Mittelland zu verbessern.

Einstimmiges Votum

Nicht vergessen werden dürfe gemäss einem Kommissionsmitglied auch die Tatsache, dass der Campus aufgrund der Pandemie und dem Fernunterricht erst drei Semester voll in Betrieb gewesen sei und dass sich bei vollem Betrieb noch weitere Probleme zeigen könnten. Trotz der Kritik beantragt die Kommission dem Landrat mit 12:0 Stimmen ohne Enthaltung, dem Bericht zuzustimmen.

Die Vorbereitungsarbeiten für den FHNW-Campus begannen am 10. November 2014. Eingeweiht wurde der Neubau am 22. Oktober 2018.

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