Neue Pläne
Mehr Wohnungen statt Platz für Jugendliche: Regierung fällt Entscheid zu Erlenmatt-Quartier

Anfang Jahr wurde das Projekt «Stadtterminal» im Erlenmatt-Quartier beerdigt. Die Kosten seien zu hoch, teilte die Basler Regierung mit. Nun ist klar, wie es mit dem brachliegenden Areal weiter geht.

Silvana Schreier
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Noch ist die Fläche unbenutzt: Bald sollen hier im Erlenmatt-Quartier neue Wohnkomplexe entstehen.

Noch ist die Fläche unbenutzt: Bald sollen hier im Erlenmatt-Quartier neue Wohnkomplexe entstehen.

Roland Schmid

Es hätte ein Ort für Familien und Jugendliche werden sollen. Mit dem «Stadtterminal» wären verschiedene Bedürfnisse erfüllt worden: eine Trendsporthalle für Sportliche, ein Park für Spaziergänger und ein Jugendtreff für die Jungen im Quartier. Bereits Anfang Jahr wurde aber klar: Das Projekt kommt nicht.

Nun hat die Basler Regierung einen Grundsatzentscheid gefällt: Soll es mehr Grünraum für das neue Quartier geben oder lieber Wohnraum? Gemeinsam mit Immobilien Basel-Stadt, der Landbesitzerin, entschied man sich für Letzteres. Der bislang ungenutzte Baubereich, der nördlich an den Erlenmattplatz angrenzt, wird einer baulichen Nutzung mit Schwerpunkt Wohnen zugeführt, teilt die Regierung mit. Martin Sandtner vom Bau- und Verkehrsdepartement erklärt auf Anfrage:

«Man gelangte zur Einschätzung, dass es im Erlenmatt-Quartier bereits genügend Grün- und Freiräume gibt. Die Nachfrage nach Wohnraum hingegen ist weiterhin gross.»

Zwischennutzungen bis Baustart

Der Erlenmattplatz hätte eigentlich seit 2018 fertig bebaut sein sollen mit dem «Stadtterminal». Da die Ausgabenbewilligung von 13,65 Millionen Franken deutlich überschritten worden wäre, teilte die Regierung im Januar 2021 mit, das Projekt werde sistiert.

Bis die Bauarbeiten für die zusätzlichen Wohngebäude beginnen, soll der Platz mit verschiedenen Zwischennutzungen belebt werden. «Die Planung dafür geht nun los», so Sandtner.

«Gemeinsam mit den Bewohnenden und den Quartiervertretungen werden Ideen gesucht.»

Das Stadtteilsekretariat Kleinbasel hat bereits mit einem Antrag an die Regierung mitgeteilt, dass die Mitgliedervereine ihre Bedürfnisse einbringen möchten. In der Zwischenzeit könnten Events auf der brachliegenden Fläche stattfinden, sagte Theres Wernli vor einigen Wochen zur bz.