Abstimmung
Wenige Stimmen sorgen in Tenniken für ein Nein zum Burkaverbot

Dreimal Nein: Das ist das Resultat der eidgenössischen Abstimmung in Tenniken. Hier finden Sie alle Details zu den Ergebnissen in der Gemeinde.

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So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Tenniken zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Tenniken zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

(chm)

Mit einem minimen Unterschied von zwei Stimmen hat Tenniken das Verhüllungsverbot abgelehnt. 145 Personen sagten Nein, 143 stimmten Ja. Das entspricht 50.3 Prozent Nein. Das Resultat war schweizweit eines der knappsten beim Verhüllungsverbot. Der Stimmenunterschied war der drittgeringste bei der Vorlage unter allen Gemeinden im Land. Im Kanton Basel-Landschaft lautete das Resultat zum Verhüllungsverbot 53.4 Prozent Ja. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 51.2 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 53 Prozent Nein zum Verhüllungsverbot, in den ländlichen gab es 59 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 55 Prozent Ja. Tenniken zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 50.2 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, in der Romandie hiess es 53 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 60 Prozent Ja.

Zur Anti-Minarettinitiative, die sich wie das Burkaverbot gegen ein muslimisches Symbol richtete, hatte Tenniken 2009 noch Ja gestimmt (65 Prozent Ja). Im Vergleich dazu änderte die Gemeinde nun ihre Haltung zur Initiative. Der Umschwung beträgt 15.4 Prozentpunkte. Die Anti-Minarettinitiative aus SVP-nahen Kreisen war in der Schweiz im November 2009 mit 57.5 Prozent Ja-Stimmen befürwortet worden.

E-ID-Gesetz scheitert deutlich

Zum E-ID-Gesetz hat eine Mehrheit in Tenniken ein Nein eingelegt. Der Nein-Anteil betrug sehr deutliche 70.6 Prozent. Auch der Kanton Basel-Landschaft lehnte die Vorlage ab, allerdings weniger deutlich. Der Nein-Stimmenanteil betrug 66.4 Prozent. Die Schweiz stimmte 64.4 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 65 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in den ländlichen gab es 64 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 63 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Tenniken haben das E-ID-Gesetz abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in der Romandie hiess es 68 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 56 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Tenniken fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Mehrheit gegen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien

In der Gemeinde Tenniken hat es ein Nein gegeben zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien. 55.6 Prozent lehnten die Vorlage ab. Im Kanton Basel-Landschaft ging die Abstimmung zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien mit 55.3 Prozent Ja aus. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 51.6 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 52 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in den ländlichen gab es 51.5 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Die meisten ländlichen Gemeinden, zu denen auch Tenniken zählt, haben das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien abgelehnt, nämlich rund 57 Prozent.

Beim Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 16 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 56 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 51 Prozent Ja. Die Gemeinde Tenniken stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

Mit 41.6 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Tenniken deutlich tiefer als im Kanton Basel-Landschaft (49 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 51.2 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.