Uni Basel

Fördermittel für Basler Forschung: Wie können gelernte Informationen verändert werden?

Der Europäische Forschungsrat ERC unterstützt mutige Projektideen herausragender Forschender. (Archivbild)

Der Europäische Forschungsrat ERC unterstützt mutige Projektideen herausragender Forschender. (Archivbild)

Dr. Johannes Felsenberg erhält vom Europäischen Forschungsrat ERC 1.5 Millionen Euro. Mit diesem «Starting Grant» sollen er und sein Forschungsteam untersuchen, wie gelernte Informationen verändert werden können.

Seit 2019 ist Johannes Felsenberg Forschungsgruppenleiter am Basler Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research, das mit der Universität Basel assoziiert ist. Wie die Universität Basel heute Mittwoch mitteilt, zeichnet der Europäische Forschungsrat ERC Johannes Felsenberg mit einem «Starting Grant» in der Höhe von 1.5 Millionen Euro aus – eine finanzielle Unterstützung für innovative Forscher, mit dem Ziel, junge Talente zu fördern. Unterstützt werden unabhängige Forschungen über einen Zeitraum von fünf Jahren. 

Dr. Johannes Felsenberg vom Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research

Dr. Johannes Felsenberg vom Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research

Erinnerungen können beim Abrufen brüchig sein

Beispielsweise wenn die tatsächliche Erfahrung nicht genau mit einer erlernten Erwartung übereinstimmt, kann eine Erinnerung beim Abrufen instabil werden. Mit diesem Phänomen beschäftigt sich Dr. Johannes Felsenberg intensiv. Im Zentrum seiner Forschung stehen neuronale Prozesse, die eine Rolle bei der Neubewertung von Erinnerungen spielen. Dadruch soll Wissen generiert werden, wie gelernte Informationen verändert werden können.

In einem labilen Zustand wird die Erinnerung durch einen Prozess überschreibbar. Dieser Mechanismus zur Aktualisierung des Gedächtnisses habe ein grosses Potenzial, um belastende Erinnerungen beim Menschen zu lindern, schreibt die Universität Basel. 

Auch Basler Biochemikerin erhält «Starting Grant»

Prof. Dr. Maria Hondele von der Universität Basel wird ebenfalls mit 1.5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat unterstützt. Ihre Froschung widmet sich der Entstehung und Funktion membranloser Organellen in der Zelle.

Biochemikerin Prof. Dr. Maria Hondele von der Universität Basel

Biochemikerin Prof. Dr. Maria Hondele von der Universität Basel

Sie möchte nun untersuchen, wie bestimmte membranlose Organellen entstehen und, wie sie funktionieren. Prof. Dr. Maria Hondele ist seit 2020 Assistenzprofessorin für Biochemie am Biozentrum der Universität Basel.

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