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Baslerdybli aus Lego: 7'500 Steine und acht Monate Arbeit

Gebaut mit 7'500 Steinen

Das «Baslerdybli» aus Lego

Gebaut mit 7'500 Steinen

Andreas Widmer hat das Baslerdybli der Basler Personenschifffahrt nachgebaut – mit viel Liebe für Details.

Wirklich schwimmen kann es nicht. Aber sonst ist das ein Meter lange Modell aus Lego dem Original ebenbürtig. Rund acht Monate Freizeit hat Andreas Widmer in sein neustes Projekt investiert. Mit den weltbekannten Klemmbausteinen hat er eine liebevolle Hommage ans Baslerdybli der Basler Personenschifffahrt geschaffen. «Ich habe schon immer gerne mit Lego Sachen nachgebaut», so der 38-jährige Primarlehrer aus Grellingen. Das Hobby behielt er auch als Erwachsener.
Mit Vorliebe widmet sich Widmer Objekten mit regionalem Bezug. So hat er bereits ein Tram und einen Bus der BVB nachgebaut. «Das Baslerdybli war viel aufwendiger, aber hat auch mehr Spass gemacht.» Das Kultschiff der BPG habe sich angeboten. «Es ist so schön nostalgisch», sagt Widmer. Das Motorschiff – Baujahr 1980 – ist dem Nostalgielook der Dampfschiffära nachempfunden. Das Interieur stammt von einem noch älteren Modell

Passende Steine im Internet zusammengesucht

Seine Arbeit startete Widmer mit einer ausführlichen Besichtigung des Baslerdybli. «Ich habe mir alles genau angeschaut und mehrere hundert Fotos gemacht.» Anschliessend entwarf er eine Skizze und begann zu berechnen, wie viele Legosteine er für sein Werk brauchen würde. Online gibt es Händler, bei denen man gezielt einzelne Steine bestellen kann. «Das Zusammensuchen der richtigen Steine im Internet war deutlich aufwendiger als das Zusammensetzen danach», sagt Widmer. Rund 7'500 Steine brauchte er für das Modell. Insgesamt investierte er gut 2'500 Franken in sein Baslerdybli. 400 Franken haben alleine die extra hergestellten Beschriftungen gekostet.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Das rund acht Kilogramm schwere Lego-Schiff kann mit viel Liebe zum Detail punkten. So hat Widmer den alten Baslerdybli-Briefkasten eingebaut, dem das Schiff seinen Namen verdankt. Auch der herunterklappbare Kamin und der Motor für den Anker sind beim Original abgeguckt. Besonders geachtet hat sich Widmer auf das Interieur, etwa die farbigen WCs oder die getäfelten Wände des Salons. «Dazu musste ich die Wände doppelt bauen, einmal weiss und einmal braun», sagt er. «Massstabgetreu ist das Ganze damit natürlich nicht mehr.» Viel wichtiger sei ihm aber gewesen, den Charme des Baslerdybli einzufangen. «Das Modell sollte lebendig sein.» Deshalb ist das Lego-Schiff auch vollgepackt mit Touristen und Passagieren ausgerüstet mit Selfiestick, Glaces und – nicht ganz realitätsgetreu – Schwimmring und Angelrute.

Ausgestellt ist das Baslerdybli im Lego-Museum LeBrickGo in Binningen, das allerdings auf Grund der Coronavorschriften aktuell noch geschlossen ist. Auch das Original liegt seit Februar vor Anker. Die BPG hofft, den Betrieb in den kommenden Wochen wieder aufnehmen zu können.

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