Büren
Viel Misstrauen an Schule in Büren

Im Oberstufenzentrum Dorneckberg schafft es auch der Kanton nicht, den Streit zwischen Schulleitung und Vorstand zu lösen.

Dimitri Hofer
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2014 traten sie noch gemeinsam auf: Christoph Knoll (3.v.l.) und Therese Dürrenberger (2.v.l.) sind sich heute nicht mehr mit Andreas Vögtli (rechts) einig.

2014 traten sie noch gemeinsam auf: Christoph Knoll (3.v.l.) und Therese Dürrenberger (2.v.l.) sind sich heute nicht mehr mit Andreas Vögtli (rechts) einig.

hdu/Archiv/ost

In den vergangenen Wochen kündigten am Oberstufenzentrum Dorneckberg in Büren die beiden Schulleiter. Nach Christoph Knoll demissionierte Anfang Mai auch Therese Dürrenberger. Sie waren vor drei Jahren angetreten, um die Schule wieder auf Kurs zu bringen.

Ein Zerwürfnis zwischen Schulleitung und dem Vorstand des Zweckverbands hatte zuvor zu einem Rücktritt beider Streitparteien geführt. Die Kreisschule für die Gemeinden Gempen, Hochwald, Nuglar-St. Pantaleon, Büren und Seewen erhielt daraufhin bei einer Evaluation eine rote Ampel im Bereich Schulführung.

Krach um Zuständigkeiten

Eine solche Situation möchte auf dem Dorneckberg niemand mehr haben. Und doch zeigte sich an der Delegiertenversammlung des Oberstufenzentrums am Donnerstagabend in Büren, dass untereinander viel Misstrauen herrscht. Einige der Delegierten warfen dem Vorstand des Zweckverbands vor, nicht offen zu kommunizieren.

Grund dafür war die Tatsache, dass der Vorstand über die Ursachen für den Rücktritt von Knoll und Dürrenberger den Mantel des Schweigens halten wollte. «Wir haben beschlossen, die Delegierten nicht über die Kündigungsgründe zu informieren», sagte Andreas Vögtli, Präsident des Zweckverbands. Dabei ist es in den betroffenen Dörfern ein offenes Geheimnis, dass auch dieses Mal Unstimmigkeiten zur Demission der Schulleitung führten.

«Wir wollen wissen, was passiert ist. Ihr müsst uns darüber informieren», ereiferte sich Andreas Gerle, Delegierter aus Hochwald. Man mache sich grosse Sorgen um das Oberstufenzentrum Dorneckberg. Weitere Delegierte aus anderen Gemeinden pflichteten Gerle bei, woraufhin der Vorstand mit der Wahrheit rausrückte, dabei aber vage blieb. Was viele schon über Umwege gehört hatten, wurde nun – wenn auch verklausuliert – ausgesprochen.

Es sei zu einer Mediation mit einem Vertreter der kantonalen Schulaufsicht gekommen, der in Büren die Wogen glätten wollte, war zu erfahren. Auch, dass es Probleme innerhalb des Vorstands, zwischen Schulleitung und dem Präsidenten des Zweckverbands sowie zwischen Schulleitung und dem Vorstand gab. Die Spannungen drehten sich um Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Kommunikation. Genaueres kam weder den Vorstandsmitgliedern noch den abtretenden Schulleitern über die Lippen.

Im kommenden Schuljahr übernehmen Regula Meschberger und Franziska Buchwalder die Schulleitung. Damit dann nicht wieder dieselben Schwierigkeiten auftauchen, wurde dem Vorstand des Zweckverbands an der Delegiertenversammlung der Auftrag erteilt, bis Ende August eine Zukunftsstrategie auszuarbeiten.

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