Ausbaupläne
Überlastetes Strassennetz: Bund will Basler Verkehrskollaps verhindern

In rund 20 Jahren muss die Nordtangente totalsaniert werden. Daher brauche es möglichst rasch eine Alternative.

Daniel Ballmer und Bojan Stula
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Was tun gegen den Verkehrskollaps?
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Jürg Röthlisberger: «Im Raum Basel ist der Rheintunnel die gute Lösung.»
Neben Rheintunnel (blau) und Bahn-Herzstück (rot) planen die beiden Basel bereits an einem dritten Grossprojekt: Entgegen früheren Plänen (grün, gestrichelt) könnte ein unterirdischer Autobahn-Westring nun plötzlich auf Stadtboden entstehen (grün).

Was tun gegen den Verkehrskollaps?

Erich Meyer

Die Verkehrssituation in und um Basel macht dem Bund Sorgen. Schon heute ist das Strassennetz regelmässig überlastet. Und spätestens in 20 Jahren droht der Kollaps. Dann nämlich muss der Bund für eine Totalsanierung der Nordtangente «das Loch dichtmachen» – und das für Jahre, erklärt Jürg Röthlisberger. «Dieses Problem liegt mir auf dem Magen», sagt der Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra) im Interview. Es sei deshalb möglichst rasch eine Alternative in die Wege zu leiten.

Hier finden Sie das grosse Interview mit Astra-Chef Jürg Röthlisberger

Sehr viel Potenzial sieht der Bund im sogenannten Westring. Im April hatte die bz bekannt gemacht, dass die Tiefbauämter beider Basel gemeinsam mit dem Bund hinter den Kulissen über eine ganz neue Ringautobahn im Stadtgebiet studieren. Der umstrittene Gundelitunnel soll dazu nur den Auftakt bilden. Die Geheimpläne lösten in den beiden Kantonsparlamenten grossen Wirbel aus. Für Röthlisberger dagegen ist der Handlungsbedarf gross. Anders sei die nötige Totalsperrung der Nordtangente für den Raum Basel «schlicht nicht vorstellbar».

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