Zurückgewiesen
Rünenberg will nichts von Kreisschule wissen

Mit Rünenberg lehnt gleich die erste von drei Gemeinden den Kreisschul-Vertrag ab. Das hat Folgen für die Gemeindeversammlungen von Zeglingen und Kilchberg.

Simon Tschopp
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In Rünenberg will man nichts von einer gemeinsamen Kreisschule mit Zeglingen und Kilchberg wissen.

In Rünenberg will man nichts von einer gemeinsamen Kreisschule mit Zeglingen und Kilchberg wissen.

Solothurner Zeitung

Die geplante Kreisschule Rünenberg-Kilchberg-Zeglingen (RüKiZe) kommt vorläufig nicht zustande. Die Rünenberger Gemeindeversammlung hat am Dienstag den Vertrag mit 21:17 Stimmen bachab geschickt. Zuvor scheiterte ein Antrag, das Geschäft zurückzuweisen, mit 20:17. Eine Abstimmung über den Kreisschulrats-Vertrag erübrigte sich.

Eine Arbeitsgruppe, der Zeglingens Gemeinderat und Schulrat Urs Müller vorstand, hatte den Auftrag der Gemeinderäte von Rünenberg, Kilchberg und Zeglingen, den Vertrag auszuarbeiten. «Und dieser Auftrag wurde erfüllt», erklärt Müller und meint weiter: Dabei sei immer und allen Beteiligten klar gewesen, dass eine Kreisschule RüKiZe nicht unumstritten sein werde, und ein Scheitern an den notwendigen Gemeindeversammlungen habe immer in Betracht gezogen werden müssen. Deshalb kann laut Urs Müller vom ablehnenden Entscheid Rünenbergs «nicht von einer Enttäuschung gesprochen werden».

Zeglingen sollte am kommenden Montag, Kilchberg am 12. Juni über die Kreisschule befinden. Zeglingens Gemeindepräsident Fredi Rickenbacher zeigt sich vom ablehnenden Entscheid Rünenbergs «überrascht». «Die neue Kreisschule wäre eine Chance gewesen», ist er überzeugt. Die Exekutive Zeglingens wird heute Abend beraten, wie die Gemeindeversammlung nächste Woche ablaufen soll. Über die Kreisschule beraten mache keinen Sinn, meint Rickenbacher. Eine Konsultativabstimmung ist möglich, aber nicht aussagekräftig.

Der Kilchberger Gemeinderat und Schulrat Georges Krieg, ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe für die neue Kreisschule, sagt: «Wir wissen noch nicht, wie es weiter geht.» Er ist vom Rünenberger Entscheid «sehr enttäuscht». Jetzt müsse man analysieren. Die Kreisschule werde bestimmt später wieder ein Thema, betont Krieg. Mit der Kreisschule RüKiZe hätte aus zwei Kleinstschulen eine Kleinschule in Rünenberg und Zeglingen entstehen sollen. Vorgesehen waren ein gemeinsamer Schulrat und eine gemeinsame Schulleitung.

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