Baselbiet
Psychiatrie verdoppelt Jahresgewinn – aber keine Einigung über Tarife

Die Psychiatrie Baselland hat im vergangenen Jahr 9619 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind 3 Prozent weniger als 2012. Bei den stationären Patienten wurde jedoch eine Zunahme um 1 Prozent auf 2273 verzeichnet.

Bojan Stula
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Psychiatrie Baselland. (Archivbild)

Psychiatrie Baselland. (Archivbild)

Kenneth Nars

Die Psychiatrie Baselland (PBL) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück, wie Verwaltungsratspräsidentin Alice Scherrer und CEO Hans-Peter Ulmann am Dienstag an einer Medienorientierung in Liestal ausführten. Im Jahr zwei der neuen Spitalfinanzierung verdoppelte die PBL ihren Jahresgewinn auf 1,8 Millionen Franken bei einem Betriebsertrag von 99,6 Millionen. Der jährliche Personalaufwand für die 969 Beschäftigten (719 Vollzeitstellen) beträgt rund 76 Millionen.

Für die Jahre 2014 bis 2016 erhält die PBL vom Kanton 8 Millionen Franken im Jahr für besondere gemeinwirtschaftliche Leistungen, die nicht durch das KVG abgedeckt sind, was Ulmann als «leistungsgerecht und erfreulich» bezeichnet. Chefarzt Joachim Küchenhoff lobte den Verwaltungsrat dafür, dass dieser bei der personal- und kostenintensiven beziehungsorientierten Psychiatrie «voll mitzieht», was nicht selbstverständlich sei.

Insgesamt hat die PBL im vergangenen Jahr 9619 Patientinnen und Patienten behandelt. Die Zahl der Pflegetage nahm um ein Prozent auf 89 729 zu, während sich die Aufenthaltsdauer um drei Tage auf 39 Tage verkürzte, was zur guten Bilanz beitrug.

Keine Einigung über Tarife von 2013 und 2014

Unerfreulich dagegen ist, dass sich die PBL mit dem Krankenkassenverbund Tarifsuisse nicht über die Tarife 2013 und 2014 einigen konnte; dies im Gegensatz zum anderen grossen Verbund HSK. Darum musste der Baselbieter Regierungsrat die Tarife ohne Einigung festlegen, wogegen Tarifsuisse beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat. Für den Fall, dass das Bundesverwaltungsgericht die Tarife im Sinne von Tarifsuisse nach unten korrigiert, hat die PBL Rückstellungen über 6 Millionen vorgenommen. Ein Urteil wird bis 2016 erwartet.

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