Baselland
Personal-Verleih: Baustellen-Kontrolleure stehen unter Verdacht

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) lässt prüfen, ob bei den Baselbieter Baustellen-Kontrolleuren der Zentralen Arbeitsmarkt-Kontrolle (ZAK) ein Personalverleih durch die Arbeitsmarkt-Services AG (AMS) vorliegt.

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Hans Rudolf Gysin (l.) kontrolliert in Baselland Schwarzarbeit. Nun wird seine Arbeitsmarkt-Services selbst zum Kontollfall.

Hans Rudolf Gysin (l.) kontrolliert in Baselland Schwarzarbeit. Nun wird seine Arbeitsmarkt-Services selbst zum Kontollfall.

René Sollberger

Ein solcher Personalverleih wäre mutmasslich bewilligungspflichtig. Aufgetaucht ist der Verdacht, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, weil die Baustellen-Kontrolleure keinen Arbeitsvertrag mit der ZAK, sondern einen mit der AMS haben.

Hans Rudolf Gysin, Präsident der ZAK wie auch der AMS, verneint, dass es sich um einen Personalverleih handle. Vielmehr habe die AMS mit der ZAK eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen und führe die Geschäfte der ZAK. Davon ist in der Leistungsvereinbarung, die der Kanton mit der ZAK abgeschlossen hat, allerdings keine Rede.

Mit der Untersuchung beauftragt ist das Kantonale Amt für Industrie Gewerbe und Arbeit (Kiga), wie deren Leiter Thomas Keller auf Anfrage bestätigt. Die ZAK ist in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil sie im Jahr 2014 deutlich weniger Kontrollen durchgeführt hatte als dass sie gemäss Leistungsvertrag hätte vorweisen müssen.

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