Persönlich
Die Sache mit den Quartieren – Pauli, Fälbi und Gränzi grüssen Leuti

Benjamin Wieland
Benjamin Wieland
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Basel und seine Quartiere – das ist so eine Sache. Davon hatten wir es schon mal an dieser Stelle. Es gibt Quartiere, die zwar existieren, jedoch weiss kein Knochen, wo. Zum Beispiel Am Ring. Andere Quartiere gibt es nur inoffiziell, aber alle kennen sie. Etwa das Paulusquartier. Es wird gemeinhin zum Neubadquartier gezählt. Doch auch diese Bezeichnung kennt das Statistische Amt nicht. Es hat das Neubad zweigeteilt: In das Gotthelf- und das Bachlettenquartier.

Jetzt wird alles noch komplizierter. Der Grosse Rat überwies am Donnerstag einen Vorstoss von Basta-Grossrat Beat Leuthardt. Titel: «Suuberi Luft fürs Fälbi-Quartier jetzt!». Da sagt man selbst als gebürtiger Basler: Hä? Fälbi? Damit ist wohl – trotz Lautverschiebung und Umlautitis – die Feldbergstrasse gemeint. Sagt auch Onkel Google, der Treffer liefert. 2013 forderte Pro Tram per Mediencommuniqué drei neue Tramstrecken. Nur so könnten die Boulevards Fälbi und Gränzi entstehen. Wir stehen vor einem neuen Rätsel. Gränzi – ist das Riehen-Grenze? Ein Blick ins Pro-Tram-Schreiben bringt Aufklärung. Gemeint ist die Grenzacherstrasse.

Trotzdem wird das Statistische Amt seine Quartiereinteilung kaum revidieren. Denn Fälbi wie Gränzi haben sich nicht durchgesetzt. Hinter beiden steckt der ein- und derselbe fleissige geistige Vater. Sekretär des mittlerweile aufgelösten Komitees Pro Tram war: Grossrat Beat Leuthardt.

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