Kilchberg
Nach Rücktrittswelle im Gemeinderat: In der kleinsten Baselbieter Gemeinde atmet man auf

Das ging nun aber ganz schnell: Bereits in zwei Wochen kann das kleine Oberbaselbieter Dorf seine dreiköpfige Exekutive neu wählen. Die Gefahr, im Sommer führungslos zu sein, ist somit abgewendet.

Simon Tschopp
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Aufatmen: Die kleinste Baselbieter Gemeinde wird auch ab Anfang Juli eine funktionierende und vor allem vollzählige Exekutive haben.

Aufatmen: Die kleinste Baselbieter Gemeinde wird auch ab Anfang Juli eine funktionierende und vor allem vollzählige Exekutive haben.

Solothurner Zeitung

«Jetzt ist mir ein grosser Stein vom Herzen gefallen.» Kilchbergs Gemeindepräsident Ernst Grieder tönt erleichtert. Am Wochenende haben drei Personen ihre offizielle Kandidatur für den Gemeinderat bekannt gegeben: der 62-jährige Marcel Aeschbacher, Viviane Liebherr (Jahrgang 1963) und Tanja Müller-Grieder (1988). Der Urnengang findet schon am 4. Februar statt. Heute Dienstag werden die Wahlzettel verteilt.

Neubeginn am 1. Juli

Damit wird die mit 162 Einwohnerinnen und Einwohnern kleinste Baselbieter Gemeinde auch ab Anfang Juli eine funktionierende und vor allem vollzählige Exekutive haben. Der Gemeindepräsident und sein Vize Andreas Imhof hatten ihre Rücktritte auf 30. Juni angekündigt, kurz danach demissionierte Gemeinderat Georges Krieg auf Ende 2017. Seit Anfang Jahr bestreiten Ernst Grieder und Andreas Imhof die Amtsgeschäfte zu zweit – und werden dies voraussichtlich noch bis zum Abschluss ihrer Gemeinderatstätigkeit tun. Das Duo ist gefordert.

Denn Grieder betont gegenüber der bz, dass alle drei neuen Bewerber ihr Amt am 1. Juli antreten sollen. Offen ist, wann das neue Präsidium bestimmt wird. «Das müssen wir zuerst rechtlich abklären. Vielleicht kann die Wahl schon am 4. März erfolgen», sagt Ernst Grieder.

Marcel Aeschbacher und Viviane Liebherr besuchen laut dem Gemeindepräsidenten regelmässig Gemeindeversammlungen. Tanja Müller wohnt noch nicht so lange in Kilchberg. Die drei Personen waren am vergangenen Dienstagabend am Infoanlass dabei, als die beiden noch amtierenden Gemeinderäte über ihre Arbeit sprachen und Fragen der gut 20 Besucherinnen und Besucher beantworteten. Daraufhin hätten sich die drei Personen gemeldet, schildert Grieder, der noch von einem vierten Bewerber berichtet, der jedoch seine Kandidatur zurückgezogen habe. Der Infoanlass von letzter Woche hat sich also ausbezahlt.
«Stellen Sie sich das einmal vor!»

Ernst Grieder liegt viel daran, bei erfolgreicher Wahl am 4. Februar danach die drei neuen Gemeinderatsmitglieder in geeigneter Form in die Geschäfte einführen zu können. «Wir sind schon am Sonntag zusammengekommen – an einem Sonntag, stellen Sie sich das einmal vor! – und haben das miteinander besprochen.» Der Gemeindepräsident meint weiter: «Ich bin zuversichtlich, dass die drei Leute die Sache packen werden. Und sie sind sicher auch fähig.»

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