Kuss-Demo
Nach BLT-Entscheid: Dutzende küssen gegen Schwulen-Diskriminierung

Am Mittwoch haben sich aus Protest über 100 Personen in einem 11-er Tram der BLT geküsst. Mit dem «Kiss-in» demonstrieren sie gegen Homophobie und für Vielfalt und Liebe - und gegen einen umstrittenen - und inzwischen revidierten - Entscheid der BLT.

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«Kiss-in» im BLT-Drämmli
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Die Schwulenorganisation Pink Cross hat zur Aktion aufgerufen.
Zuvor hatte die BLT den Aushang einer Plakatkampagne des Jugendtreffs Anyway für anderssexuelle Jugendliche teilweise verboten.
Plakate von sich küssenden gleichgeschlechtlichen Paaren könnten die Fahrgäste stören, meinte die BLT-Führung.
Nach einem grossen Medienecho und entsprechender Empörung hat die BLT ihren Entscheid revidiert.
Die Plakatkampagne ist seit Anfang Februar in den Trams der BLT und der BVB zu sehen.

«Kiss-in» im BLT-Drämmli

Keystone

Ausgelöst durch die frühere Weigerung der BLT, Plakate der Jugendgruppe Anyway aufzuhängen, die küssende gleichgeschlechtliche Paare zeigen, rief die Schwulenorganisation Pink Cross letzte Woche zum «Kiss-in» in einem Tram der Baselland Transporte AG (BLT) auf.

Dem Ruf gefolgt sind rund 100 Personen, die gemeinsam im 11er-Tram der BLT vom Basler Bahnhof bis zum Barfüsserplatz geküsst haben, wie «Pink Cross» in einer Mitteilung schreibt.

«Ich bin stolz auf alle Küsserinnen und Küsser und die vielfältige Gruppe von Menschen, die heute Abend ein friedliches und liebevolles Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Homophobie gesetzt haben», sagt Bastian Baumann, Geschäftsleiter von «Pink Cross».

Begleitet wurde die Aktion mit einem Flyer, der Passanten und Passagiere auf die tägliche Homophobie im Alltag hinwies. Denn obwohl die BLT auf ihren Entscheid zurückkam und die Plakate nun hängen dürfen, bleibe die Ablehnung von Männern und Frauen, die das gleiche Geschlecht lieben, im Alltag bestehen, schreibt «Pink Cross» weiter. Das Kiss-in verlief ohne Zwischenfälle.

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