FC Basel
Murat Yakin: «Ich brauchte Coolness, um Entscheidungen zu treffen»

FC Basel-Trainer Murat Yakin wird von den Medienvertretern nicht zum Spiel gegen den FC Lausanne gelöchert. Viel interessanter sind doch die Ereignisse vom Vorabend, die sich neben dem Spielfeld abgespielt hatten.

Silvana Schreier
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Murat Yakin freut sich über den frühzeitigen Meistertitel.

Murat Yakin freut sich über den frühzeitigen Meistertitel.

Keystone

Denn nach den Ausschreitungen auf dem Spielfeld im Brügglifeld stehen einige Fragen im Raum. Doch Yakin kann keine Auskunft darüber geben: «Bereits 30 Sekunden nach dem Abpfiff war ich in der Kabine. Ich habe nichts mitbekommen.»

Pressesprecherin Andrea Roth verspricht einen Kommentar seitens des Vereins, der am Sonntag nach dem letzten Meisterschaftsspiel abgegeben werde. Denn momentan würden noch Sitzungen zu diesem Thema abgehalten.

«Erst in den Ferien werde ich es realisieren»

«Ich habe grosse Freude daran, wie wir gespielt haben gegen den FC Aarau. Doch ich werde wahrscheinlich erst in den Ferien realisieren, dass wir den Titel wirklich geholt haben», sagt Murat Yakin. Es sei eine spannende Saison gewesen, vor allem die personellen Umstellungen und Ausfälle hätten die Spiele interessant gemacht.

Yakin war es wichtig, seinen Spielern gegenüber immer Ruhe auszustrahlen. «Ich brauchte Coolness, um gewisse Entscheidungen zu treffen. Ich blieb aber immer meiner eigenen Linie treu und liess mich nicht von aussen beeinflussen.»

Murat Yakin ist nun seit 19 Monaten Trainer des FCB und hat von insgesamt 99 Spielen rund 60 gewonnen. Diese Zahlen geben ihm ein gutes Gefühl, wenn er die Negativschlagzeilen über seine Person liest. Doch er finde diese Kritik nicht aussergewöhnlich: «Trainer werden oft kritisiert und ich nehme Konstruktives auch gerne an.»

An den Resultaten könne man aber sehen, dass er seine Arbeit richtig mache. Das Ziel war der Meistertitel und den hat er sich ja nun vorzeitig geholt. Ausserdem: «Man muss weit gehen, bis man einen Verein findet, der ein ebenso gutes Gesamtpaket hat wie der FC Basel.» Darum wird Yakin, wenn es nach ihm geht, beim FCB bleiben.

Über die kommende Saison, die bereits Mitte Juli beginnt, möchte der FCB-Trainer noch keine Worte verlieren: «Wir wollen jetzt zuerst den Match am Sonntag nochmals geniessen und dann haben wir Ferien.»

Verletzte kommen zurück und spielen gegen den FC Lausanne von Anfang an

Wird er denn gegen den FC Lausanne am Sonntag eine komplett andere Mannschaft auf den Platz schicken? Yakin scherzt: «Ich werde die Spieler sicher noch zuerst zum Arzt schicken.» Hoffentlich haben sie sich bis dahin von der spontanen Meisterfeier erholt.

Am Sonntag werden sicher Davide Callà, Marcelo Diaz, Giovanni Sio, Philipp Degen und Breel Embolo auf dem Platz stehen. Auch Arlind Ajeti und Gaston Sauro sind wieder mit dabei.