Entscheid
Margarethenstich: Beide Basler Regierungen teilen sich die Baukosten

Während die BVB und die BLT in den Haaren liegen, wer am Margarethenstich, der neuen Tram-Verbindungsstrecke zwischen Basel und Binningen, in Zukunft fahren darf, sind sich die beiden Basler Regierungen einig: Sie teilen sich die Baukosten.

Nicolas Drechsler
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Blick auf den zukünftigen Margarethenstich von Binningen her.

Blick auf den zukünftigen Margarethenstich von Binningen her.

Kenneth Nars

Der Bau des Margarethenstichs, also der neuen Tram-Verbindungsstrecke zwischen Basel und Binningen rückt näher. Die Regierungen der beiden Basel haben sich gestern geeinigt, die Baukosten je hälftig zu übernehmen. Das macht unter dem Strich 10,3 Millionen Franken pro Halbkanton. Dazu kommt der Ausbau und die Erneuerung von zwei Haltestellen.

Jeder bezahlt eine Haltestelle

Die Kosten für die Anpassungen der Haltestelle «Margarethen» werden auf 4,2 Millionen geschätzt, bezahlen wird hier Basel-Stadt. Der Kanton Baselland übernimmt dafür den Umbau der Haltestelle «Dorenbach» und lässt sich das etwa 2,3 Millionen kosten.

Die 250 Meter lange eigentliche Tramverbindung bezahlen die Kantone je hälftig, sie veranschlagen hier rund 20,7 Millionen Franken. Die Arbeiten sollen, wie schon länger angekündigt, 2015 beginnen, so dass die ersten Trams zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 über die Schienen rollen dürften.

Anschluss für das Leimental

Der Margarethenstich soll das Leimental und seine grossen Vorortsgemeinden besser an den Bahnhof SBB anbinden. Allerdings hatte sich in den letzten Wochen dagegen Widerstand aus Binningen angekündigt, wo mehr Verkehr durchs Dorf befürchtet wird.

Ungeklärt ist vor allen Dingen aber die Frage, welche der beiden regionalen Transportgesellschaften hier die Passagiere befördern soll, also ob die Trams in BVB-Grün oder BLT-Gelb fahren werden. Es gibt drei denkbare Lösungen: Die Linie betreibt die BLT, oder die BVB oder beide gemeinsam.

Einer, beide oder wie?

Für BLT -Chef Andreas Büttiker kommt nur ein alleiniger Betrieb durch die BLT in Frage. Mit einer Abgeltung an die BVB über den Ausgleichsfonds der beiden Unternehmen. Bei der BVB fordert man einen Betrieb durch die städtischen Verkehrsunternehmen. Allerdings dürfte hier auch die Idee eines gemeinsamen Betriebs auf offene Ohren stossen.

Bis zur Eröffnung des MArgarethenstich muss eine Einigung vorliegen. Sonst dürften Forderungen nach einer Fusion der beiden Transportbetriebe, wie sie Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP, BL) sie gegenüber der bz geäussert hatte, neuen Aufwind bekommen.