Reinach
Inter-GGA wehrt sich: Haben keine Vereinbarung gebrochen

Die Gemeinde Reinach warnte vor einem Trick der Providerin. Die Firma widerspricht.

Benjamin Wieland
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Inter-GGA weist die Vorwürfe von Riehen zurück. (Archivbild)

Inter-GGA weist die Vorwürfe von Riehen zurück. (Archivbild)

bz-Archiv

Per 2021 wechselt Reinach den Provider. Statt der Inter-GGA wird dann die Improware AG ihre Signale für TV, Telefonie und Internet ins kommunale Kabelnetz einspeisen. Der Wechsel verläuft jedoch nicht reibungslos. Die Gemeinde warf der Inter-GGA vor, sie wolle die Kundschaft mit irreführenden Angaben zum Bleiben bewegen – so stand es in einer Mitteilung von Ende September. Die Kabelnetzbetreiberin will das nicht auf sich sitzen lassen. Sie sehe sich, heisst es in einem Beitrag im aktuellen «Wochenblatt», dazu veranlasst, eine Gegendarstellung zu publizieren.

Der Vorwurf der Gemeinde, man wolle Abonnentinnen und Abonnenten mit einem Trick behalten, stimme nicht. Die Gemeinde hatte festgehalten, die Inter-GGA-Dienste wären künftig nur noch via langsamer Telefonleitung und folglich mit «veralteter Technologie» erhältlich. Der schnelle Digitalanschluss der Gemeinde stehe den Inter-GGA-Kunden nicht mehr zur Verfügung – wolle man ihn weiterhin nutzen, müsse man das Inter-GGA-Abo, «entgegen den Angaben der Firma», künden.

Kunden wechseln nur auf ausdrücklichen Wunsch hin

Geht es nach der Inter-GGA, verhält sich der Sachverhalt anders. Kunden könnten ihre «Glasfaser-High­speed-Techno-logie» nutzen. Sie basiere auf der Technologie, die auch von Swisscom und Sunrise verwendet werde. Aus dem Inter-GGA-Schreiben geht jedoch auch hervor, dass die Kunden «nur auf ausschliesslichen Kundenwunsch» zur Glasfasertechnologie wechseln würden. «Ein automatischer Wechsel findet nicht statt». Alle Dienste, die via Kabelanschluss empfangen würden, müssten nicht gekündigt werden – wie gut jedoch die Datenübertragung in diesem Fall ist, darüber steht im Schreiben der Inter-GGA nichts.

Die Firma hält weiter fest, sie dürfe ihre Kunden kontaktieren. Man habe mit der Gemeinde keine Vereinbarung abgeschlossen, die das untersage.