Geschichte
Liebhaber gründen einen Verein zum Schutz der Fortifikation Hauenstein

Um die Anlage aus dem Ersten Weltkrieg zu retten, wurde ein neuer Verein ins Leben gerufen. Die Fortifikation wird seit Jahren vernachlässigt. Das will das motivierte Team um CVP-Landrat Pascal Ryf nun ändern.

Jolanda Sauta
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Die Fortifikation Hauenstein wurde während des Ersten Weltkriegs errichtet.

Die Fortifikation Hauenstein wurde während des Ersten Weltkriegs errichtet.

Diego Sonderegger / Oberbaselbieter Zeitung

Die Fortifikation Hauenstein, eine militärische Anlage aus dem Ersten Weltkrieg, ist dem Zerfall geweiht. Die noch sichtbaren Schützengräben im Waldgebiet des Rehag, Bölchen und Wisenberg sind teils vollständig mit Steinen und Laub gefüllt. Landrat Pascal Ryf (CVP) forderte in einem 2018 eingereichten Postulat zum einen die Unterschutzstellung der von 1914 bis 1918 erbauten Anlage. Zum anderen forderte er, dass sie ins Schweizerische Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (KGS) aufgenommen wird (die bz berichtete).

Nun gehen Ryf sowie weitere Befürworter in ihrer Rettungsmission noch einen Schritt weiter: Sie haben am 11. Februar den «Verein zur Rettung der Fortifikation Hauenstein» gegründet. Unter den sieben Gründungsmitgliedern befinden sich sowohl ein Historiker, ein Bibliothekar, ein Pressesprecher, eine Juristin, ein Berufsbildender als auch Landrat Pascal Ryf sowie Landrätin und Waldenburger Gemeindepräsidentin Andrea Kaufmann (FDP).

Die Fortifikation soll gefahrenlos besichtigt werden können

Der Verein soll ab jetzt die Federführung und die Koordination des komplexen Projekts übernehmen, heisst es in einer Mitteilung. Besonderes Augenmerk werde auf erhaltens- und schützenswerte Anlageteile gerichtet. So sollen noch sichtbare Schützengräben und Anlagen rund um den Wisenberg sowie im Bereich Belchenflue, Chilchzimmersattel, Spitzenflüeli bis Lauchflue zum Mahnmal werden und das historische Bewusstsein schärfen

«und uns vor Augen führen, dass Sicherheit und Selbstbestimmung nichts Selbstverständliches sind»,

heisst es weiter. Der Verein will dafür sorgen, dass die Wege und die Anlage für eine gefahrlose Besichtigung gesichert werden. Der Ausbau einer Rundwanderung inklusive Schautafeln mit Informationen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Bedeutung der Fortifikation ist derzeit im Gange. Bereits für diesen Sommer ist eine Lesewanderung terminiert.

Doch für den Tourismus, Schulexkursionen vor Ort und nicht zuletzt für den Eintrag ins Schweizerische Inventar der Kulturgüter benötigt es nach wie vor eine umfassende Dokumentation der Gesamtanlage.

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