Feldreben
Feuerfeste Hütten für Flüchtlinge sind teurer, aber praktischer

Die Ikea-Hütten kommen für das Flüchtlingszentrum auf dem Feldreben-Areal nicht mehr in Frage, da sie leicht brennbar sind. Die neue Alternative besteht aus feuerfesten Holzfaserplatten, die nicht zusammengeschraubt, sondern -gesteckt werden.

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Der Prototyp im Werkhof Frick.

Der Prototyp im Werkhof Frick.

Nadine Böni

Die Suche nach einem Ersatz für die bei einem Brandtest durchgefallenen Ikea-Hütten für das geplante Bundesasylzentrum auf dem Muttenzer Feldreben-Areal nähert sich dem Ende. Auf Anfrage sagt Asylkoordinator Rolf Rossi, dass Baselland bei einer Zürcher Schreinerei einen Prototypen aus feuerfesten mitteldichten Holzfaserplatten (MDF) bestellt hat. Dieser steht zurzeit im Werkhof in Frick, da auch der Kanton Aargau Interesse an der neuartigen Konstruktion zeigt.

Das Besondere ist, dass die Holzplatten nicht verschraubt werden müssen, sondern dank Aluminium-Schienen komplett gesteckt werden können. «Dadurch sind die Hütten sehr einfach abbaubar und können gut zwischengelagert und später für andere Zwecke wiederverwendet werden», sagt Rossi. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Schreinerei Appisberg im zürcherischen Männedorf physisch und psychisch eingeschränkte Menschen unterstützt und ausbildet.

Dafür hat die Hütte ihren Preis: Rossi rechnet mit 3000 bis 4500 Franken pro Stück, je nachdem ob noch grössere Dach- und Fensteröffnungen eingebaut werden sollen. Die Kunststoff-Hütten von Ikea hätten nur rund 1500 Franken gekostet. Allerdings würde der Bund die Kosten für die 150 bis 170 Hütten tragen. Baselland wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Denkbar sei auch, dass man sowohl auf diese wie auch auf Gasbeton-Hütten setzt. (mn)

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