Baselland
Die BDP will bei nationalen Wahlen nicht antreten – Geld und Lust fehlen

Nach der Schlappe bei den Landratswahlen hat die Baselbieter BDP die Nase voll. Sie überlegt sich gemäss Recherchen der Basler Ausgabe der „Schweiz am Sonntag“, ob sie bei den nationalen Wahlen im Herbst überhaupt antreten soll.

Drucken
Teilen
Die BDP an der Muba: Matthias Imhof, Filip Winzap, Marie-Therese Müller und Esther Meisinger (v. l. n. r.). (Archivbild)

Die BDP an der Muba: Matthias Imhof, Filip Winzap, Marie-Therese Müller und Esther Meisinger (v. l. n. r.). (Archivbild)

Kenneth Nars

Der BDP-Präsidentin Marie-Therese Müller fehlt es an Geld und Motivation. Um die Moral steht es bei der BDP schlecht. Deswegen erwägt sie, bei den eidgenössischen Parlamentswahlen im nächsten Herbst gar nicht erst anzutreten. «Es fehlen in unseren Reihen derzeit motivierte Politiker», räumt Müller ein. Bei den letzten eidgenössischen Parlamentswahlen 2011 war die Partei mit Peter H. Müller noch knapp an einem Nationalratssitz vorbeigeschrammt. Er ist in der Zwischenzeit aus der Partei ausgetreten, genau wie letzte Woche der Binninger Urs-Peter Moos.

Als Juniorpartner der CVP werde man ohnehin nur Stimmenfänger für Elisabeth Schneider-Schneiter sein. Sollte ihre Partei im Wahlkampf mittun, dann verlangt sie von der CVP finanziellen Zustupf. «Eine Idee wäre, dass die CVP einen Topf einrichtet, aus dem wir einen Teil unseres Wahlkampfes finanzieren könnten», sagt Müller.

Aktuelle Nachrichten