Füllinsdorf
Das neue Wahrzeichen des Ergolztals

In Füllinsdorf ragt ein neuer Turm in die Höhe. Der Bau ist Teil des Seniorenzentrums Schönthal und soll ab 2017 geschützte Abteilungen sowie Alterswohnungen beherbergen.

Simon Tschopp
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Richtfest: Die Bauleute sind zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Projekts
Richtbaum: Nach rund einem Jahr konnte der Rohbau fertiggestellt werden

Kenneth Nars

Fast 50 Meter hoch, 15 Geschosse und ein Untergeschoss: Imposant steht er da, der neue Wohnturm des Seniorenzentrums Schönthal in Füllinsdorf, das Wahrzeichen des Ergolztals. Der Rohbau ist nach nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Daran beteiligt waren 170 Bauarbeiter, die 2800 Kubikmeter Beton und 422 Tonnen Stahl verbauten. Beeindruckende Zahlen.

«Ich bin stolz, dass die Vision eine schöne Form angenommen hat», sagte Gustav Gass, der Präsident der Baukommission, gestern an der Aufrichtefeier vor zahlreichen Gästen, Bauleuten und Mitarbeitenden des Seniorenzentrums. Für ihn sei es eine Genugtuung, dass Stolpersteine und Hindernisse jeweils rasch hätten beseitigt werden können. Gass zeigt sich zuversichtlich, dass auch die zweite Bauphase des Wohnturms termingerecht beendet und dieser 2017 bezogen werden kann.

«Richtiger Entscheid»

Für Stiftungsratspräsident René Gröflin war es ein «richtiger Entscheid», den Wohnturm zu bauen. «Das ist ein neuer Meilenstein in der Entwicklung des Seniorenzentrums Schönthal.» Im Wohnturm werden zwei geschützte Abteilungen für Menschen mit Demenz, eine Pflegeabteilung sowie 29 Mietwohnungen untergebracht sein. Diese waren laut Architekt Dieter Gysin innert nur einer Woche vergeben – und das ohne Inserat. Die Vorverträge sind unterzeichnet. Für Füllinsdorf und Frenkendorf ein Glücksfall, verfügen doch beide Gemeinden über keine eigenen Alterswohnungen. Physiotherapie, Podologie und Coiffeursalon sind ebenfalls im Wohnturm integriert. Der Um- und Ausbau beinhaltet auch einen zweigeschossigen Pavillon mit einem öffentlichen Restaurant und einem zusätzlichen Dienstleistungsangebot. Damit werde man den Bedürfnissen der Bevölkerung beider Dörfer und der Betreuung alter Leute gerecht, erklärte Gröflin.

Das ganze Projekt verschlingt 35,5 Millionen Franken; den Löwenanteil von 29,5 Millionen stemmt die Stiftung selber mit Fremdkapital. Fünf Millionen Franken subventioniert der Kanton Baselland, je 500 000 Franken tragen die beiden Trägergemeinden Füllinsdorf und Frenkendorf bei.

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