Wassernot
Bubendörfer müssen auf WC-Benützung und Körperpflege verzichten

Die Bubendörfer werden nach der Trinkwasserverunreinigung aufgefordert, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Selbst die WC-Benützung soll eingeschränkt werden.

Sydney Karolewski
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Die genaue Ursache für das Fischsterben wurde noch nicht gefunden.

Die genaue Ursache für das Fischsterben wurde noch nicht gefunden.

Hans Mathys

Die Situation in Bubendorf hat sich bis gestern Freitag leicht verbessert, nachdem diese Woche eine Notleitung nach Ziefen gebaut werden musste. Nach dem Teilausfall der ARA Frenke 2 (bz berichtete), gelangt weiterhin ungenügend gereinigtes Wasser in die Vordere Frenke. Aus diesem Grund dürfen die Grundwasserpumpen «Schneckenmatt» und «Unterbergen» nicht in Betrieb genommen werden. Da aber noch keine gesicherten Aussagen über die Ursache dieses Teilausfalls möglich sind, kann dadurch die Trinkwasserversorgung in einzelnen Gemeinden wie Seltisberg und Lupsingen problematisch werden.

Darum hat der Kantonale Krisenstab (KKS) nun beschlossen, die Koordination der Planung für eine notfallmässige Trinkwasserabgabe zu übernehmen, wie die Bau- und Umweltdirektion (BUD) gestern berichtete. Die operative Führung bleibt bei den regionalen Führungsstäben Altenberg, Argus und Ergolz. Im Weiteren wurde beschlossen, dass ab sofort der KKS für die Information der Öffentlichkeit zuständig ist. Bereits heute Samstag werden die Bubendörfer in einem Flugblatt aufgefordert, weiterhin sparsam mit dem Wasser umzugehen. So sollen sie beispielsweise bei der Körperpflege, der Haushaltsanwendung – und sogar bei der WC-Benützung zurückhaltend sein. Der KKS hat derweil auch eine Hotline (0800 800 112) eingerichtet.

Ursache ist noch offen

Die Wasserknappheit war die Folge einer Verunreinigung der Vorderen Frenke im Abschnitt Niederdorf/Hölstein. Dort gelangte ein nicht identifizierter Schadstoff ins Wasser, der zu Fischsterben führte. Die genaue Ursache wurde noch nicht gefunden. Darum bleiben die abgestellten Grundwasserpumpwerke in Hölstein, Bubendorf, Liestal, Füllinsdorf und Frenkendorf auch übers Wochenende vorsichtshalber ausser Betrieb. Wie lange das dauern wird, ist laut der BUD noch nicht klar.

Die Trinkwasserversorgung ist momentan im ganzen Gebiet sichergestellt. Inzwischen steht fest, dass der Schadstoff in die Abwasserreinigungsanlage eingespeist wurde. Der Ursprungsort des Gifts liegt dementsprechend an einem bisher noch unklaren Ort oberhalb von Niederdorf, wo die Vordere Frenke noch Waldenburg und Oberdorf durchfliesst.

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