Landrat
Baselland verlangt mit Standesinitiative kostendeckende Kindermedizin-Spitaltarife

Nach dem baselstädtischen Grossen Rat will auch das Baselbiet mit einer Standesinitiative kostendeckende Tarmed-Tarife für die Kindermedizin verlangen. Der Landrat hat am Donnerstag eine Motion der CVP/BDP Fraktion stillschweigend der Regierung überwiesen.

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Mit der Standesinitiative sollen die Eidgenössischen Räte beauftragt werden, dass die erbrachten Leistungen in den Tarifstrukturen für die Kinderspitäler sachgerecht abgebildet und kostendeckend vergütet werden. (Symbolbild)

Mit der Standesinitiative sollen die Eidgenössischen Räte beauftragt werden, dass die erbrachten Leistungen in den Tarifstrukturen für die Kinderspitäler sachgerecht abgebildet und kostendeckend vergütet werden. (Symbolbild)

Keystone

Mit der Standesinitiative sollen die Eidgenössischen Räte beauftragt werden, dass die erbrachten Leistungen in den Tarifstrukturen für die Kinderspitäler sowohl für ambulante, als auch für stationäre Behandlungen sachgerecht abgebildet und kostendeckend vergütet werden. Die Regierung hatte sich zur Entgegennahme bereit erklärt.

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) leidet unter einer strukturellen Unterdeckung bei ambulanten Leistungen, weil die im Schweizer Tarmed-System festgelegten Tarife die realen Kosten in der Kindermedizin nicht abbilden. Einspringen müssen aufgrund der Leistungsaufträge jeweils die Trägerkantone.

Die letzten Retuschen des Bundesrates am Tarifsystem bescherten dem UKBB gemäss Motion Mindereinnahmen von mindestens 4,5 Millionen Franken. Sein ambulanter Kostendeckungsgrad sinke so von 78 auf 68 Prozent. Der baselstädtische Grosse Rat hatte dasselbe Anliegen Mitte Mai der Regierung überwiesen.

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