Leistungsvereinbarung
Baselbieter Regierung will Netzwerk von «First Respondern» aufbauen

Im Kanton Baselland soll ein Netzwerk von Ersthelfenden für Herz-Kreislauf-Notfälle aufgebaut werden. Die Baselbieter Regierung hat dafür mit dem Kantonsspital Baselland (KSBL) und der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen und Ausgaben von 381'000 Franken für die Jahre 2021 bis 2023 bewilligt.

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Die Freiwilligen müssen an einem Kurs teilnehmen, um First Responder werden zu können. Bild: Hanspeter Bärtschi (Symbolbild)

Die Freiwilligen müssen an einem Kurs teilnehmen, um First Responder werden zu können. Bild: Hanspeter Bärtschi (Symbolbild)

Konkret erhalten die Stiftung und das KSBL für die «Etablierung verschiedener Leistungen im Rahmen der Rettungskette im Kanton Basel-Landschaft» den Auftrag, ein «First-Responder-System» aufzubauen und zu unterhalten, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.

Das Hauptaugenmerk der Leistungsvereinbarung liege bei der Rekrutierung und Ausbildung von Ersthelferinnen und Ersthelfern, sagte Jürg Sommer, Leiter des Amts für Gesundheit auf Anfrage. Zudem sollen Gemeinden und private Institutionen bei der Standortwahl von externen Defibrillatoren beraten werden.

«Denn bei einem Herzstillstand zählt jede Minute»

Die Überlebensrate bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand beträgt in der Nordwestschweiz etwa fünf bis zehn Prozent. Vorbild von Baselland ist der Kanton Tessin. Dort konnte die Rate mit einem «First-Responder-System» auf 50 Prozent erhöht werden. Ziel sei es, mit einem solchen System, bei einem Notfall innert fünf Minuten bei der betroffenen Person zu sein, sagte Sommer. «Denn bei einem Herzstillstand zählt jede Minute.»

Mit der nun verabschiedeten Lösung könne ein mit dem Kanton Basel-Stadt möglichst koordiniertes «First-Responder-Modell» umgesetzt werden, heisst es weiter in der Mitteilung.

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