Körperbehinderte
40 Millionen Franken für den WBZ-Neubau in Reinach

Das Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte ersetzt an der Aumattstrasse in Reinach Gebäude aus den 1970er-Jahren. Der jetzige Standort aus den 70er Jahren entspricht nicht mehr den heutigen Erfordernissen.

Caspar Reimer
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Für Menschen mit Behinderung bringe der Neubau eine offene und transparente Umgebung, in der sie möglichst normal leben und arbeiten können. (Symbolbild)

Für Menschen mit Behinderung bringe der Neubau eine offene und transparente Umgebung, in der sie möglichst normal leben und arbeiten können. (Symbolbild)

Keystone

«Es ist ein Meilenstein in der Geschichte des WBZ», sagte Stephan Zahn, Direktor des Wohn- und Bürozentrums für Körperbehinderte (WBZ) an der Medienorientierung über den Neubau, der in den nächsten drei Jahren an der Aumattstrasse in Reinach entstehen soll. Das WBZ besteht heute aus einem 1997 eröffneten Gebäude an der Aumattstrasse 71 und einem Altbau von 1975 auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Der Altbau soll nun durch ein modernes Gebäude ersetzt werden, das direkt mit dem Bau von 1997 verbunden ist. «Der Neubau führt zu einer Vereinheitlichung», sagte Zahn.

Zu kleine Bewohnerzimmer

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 40 Millionen Franken. Eine teure, aber lohnenswerte Investition, wie Stiftungspräsident Peter E. Burckhardt ausführte: «Der Standort aus dem Jahr 1975 entspricht nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Die Bewohnerzimmer sind zu klein und verfügen über keine eigenen Nasszellen. Ein zeitgemässes Arbeits- und Wohnangebot kann in diesen Räumlichkeiten nicht angeboten werden.» Mit dem Neubau wolle das WBZ seine «an sozialer Teilhabe orientierte Ausrichtung» vorantreiben. Für Menschen mit Behinderung bringe der Neubau eine offene und transparente Umgebung, in der sie möglichst normal leben und arbeiten können.

Für das Konzept eines Neubaus schrieb das WBZ einen anonymen Wettbewerb aus. Aus mehr als 70 Teams, die ein Konzept eingesandt hatten, kamen am Schluss sieben in die engere Auswahl, vier wurden detailliert beurteilt. Begleitet wurde das Verfahren durch eine Baukommission, aber auch die Ideen des Personals und der Bewohnerinnen und Bewohner des WBZ wurden berücksichtigt und an die Architekten weitergegeben. Den Zuschlag hat nun die Arbeitsgemeinschaft Joos Mathys Schmid Schärer aus Zürich erhalten.

Kindertagesstätte geplant

Für Gerda Massüger, Präsidentin der Baukommission und Einwohnerrätin, ist der Neubau «eine glückliche Investition für Reinach.» Die Durchmischung von körperlich behinderten und nicht-behinderten Menschen sei in Reinach weit fortgeschritten: «Das zeigt sich im Restaurant Albatros, das zum WBZ gehört und öffentlich genutzt wird. Auch der jährliche WBZ-Flohmarkt ist bei der Bevölkerung sehr beliebt.» Diese Durchmischung würde mit dem Neubau vorangetrieben, zumal auch öffentliche Begegnungsräume und eventuell eine Kindertagesstätte geplant sind.

Die Bevölkerung hat während der gesamten kommenden Woche die Möglichkeit, sich das Siegerprojekt und sechs weitere eingereichte Projekte im WBZ anzusehen: Aumattstrasse 70-72, Reinach.

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