Sicherheit

Weniger Arbeit für Polizei im Kanton Basel-Landschaft

Zahl der Unfälle im Kanton Basel-Landschaft ging 2010 zurück

Zahl der Unfälle im Kanton Basel-Landschaft ging 2010 zurück

Die Zahl der Verbrechen ist im Kanton Basel-Landschaft stärker zurückgegangen als im Rest der Schweiz. Baselland ist nun der sicherste Kanton in der ganzen Nordwestschweiz.

Wer im Kanton Basel-Landschaft lebt, kann ruhig schlafen: Die Wahrscheinlichkeit, hier Opfer eines Deliktes zu werden, liegt klar unter dem nationalen Durchschnitt. Auch in allen umliegenden Kantonen liegt dieser Wert höher. Das zeigt die Kriminalstatistik 2010 für den Kanton Basel-Landschaft. Die Anzahl Straftaten ging um 6 Prozent auf 14 372 (2009: 15 305) zurück. Das ist ein deutlich mehr als in der gesamten Schwweiz, wo der Rückgang rund zwei Prozent beträgt. Die deutlichste Reduktion von über einem Drittel der Delikte ergab sich bei den Straftaten gegen die sexuelle Integrität. Gemessen an der Kriminalitätshäufigkeit (Straftaten pro 1000 Einwohner) bleibt Basel-Landschaft mit der so genannten Häufigkeitszahl von 48,2 klar sicherster Kanton der Nordwestschweiz.

Weniger Einbrüche

Nachdem vor Jahresfrist eine erhebliche Zunahme der Einbrüche hatte vermeldet werden müssen, ging die Anzahl der Einbrüche im Jahr 2010 wieder leicht zurück - um 46 auf 1 585 Fälle. Diese Zahl liegt weiterhin unterhalb des Mittelwertes der vergangenen 15 Jahre. Wie im Vorjahr erfolgte die Mehrheit der Einbrüche (57 Prozent) in den Wohnbereich. In der Kriminalstatistik ist die Bedeutung der Einbruchdiebstähle hoch, zählt doch jeder Einbruchdiebstahl dreifach (Diebstahl, Sachbe-schädigung, Hausfriedensbruch).

Vier Mal mehr Angriffe

Im Vergleich zum Vorjahr sind Gewaltdelikte, insbesondere schwere Gewaltstraftaten, zurückgegangen. Bei 7 Prozent (Vorjahr 8 Prozent) aller Straftaten wurde Gewalt angewendet oder zumindest angedroht. Schwere Gewalt wurde in 27 Fällen (2009: 34) angewandt. Mehr als vervierfacht haben sich dagegen Angriffe (Art. 134 StGB). Raubdelikte blieben auf hohem Niveau stabil. 42 Prozent der Gewaltstraftäter (2009: 47 Prozent) waren Ausländer.

Jugendliche weniger oft kriminell

Die von jugendlichen Straftäterinnen und Straftätern begangenen Delikte sind gesamthaft um 20 Prozent zurückgegangen. Dieses grundsätzlich positive Bild wird dadurch getrübt, dass leichte Gewaltdelikte wie einfache Körperverletzungen (+ 29 Prozent) und Angriffe (+ 91 Prozent) deutlich zugenommen haben. Eine Tendenz hin zu schwereren Gewaltstraftaten konnte jedoch nicht festgestellt werden. Es bleibt festzuhalten, dass der Anteil jugendlicher Gewaltstraftäterinnen und -täter (18 Prozent) und jugendlicher Opfer (20 Prozent) deutlich über deren Anteil an der Kantonsbevölkerung liegt. Den entsprechenden Präventionsbemühungen muss deshalb unverändert Beachtung geschenkt werden.

So wenig Verkehrsunfälle wie 1979

Im Jahre 2010 wurden im Kanton Basel-Landschaft 1294 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 257 Fällen
(-17 Prozent). Damit wurde seit 1979, bei einer guten Verdoppelung der im Kanton immatrikulierten Motorfahrzeuge, der tiefste Wert erreicht. Auch die Gesamtzahl der Verunfallten war im
Berichtsjahr erheblich geringer als im Vorjahr: es verunfallten 762 Personen, d. h. 142 weniger (-16 Prozent), davon fanden 9 Personen den Tod (gleich viele wie im Vorjahr). Die Zahl der Verun-fallten ist die tiefste seit 1993.

Positiv entwickelt hat sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Fussgängern. Sie nahm um 7 Prozent auf 81 Fälle mit insgesamt 87 Verunfallten (-7 Prozent) ab. Diese Zahlen liegen leicht unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Leider waren 3 Tote zu verzeichnen und die Zahl der Unfälle auf Fussgängerstreifen nahm von 30 auf 35 Fälle (+17 Prozent) zu, gegenüber einer Abnahme bei den übrigen Unfallorten von 57 auf 46 (-19 Prozent). (mäd)

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