Es sind die Schrecksekunden, die alle Badeverantwortlichen fürchten: Am Montagabend kurz nach 19 Uhr bemerkt eine Drittperson einen leblosen Körper im Nichtschwimmerbecken im Hallenbad Gitterli in Liestal. Sie alarmiert umgehend den Bademeister, der den fünfjährigen Knaben bis zum Eintreffen der Sanität erfolgreich reanimiert. Anschliessend habe die Rega den Knaben ins Spital geflogen, teilte gestern die Baselbieter Polizei mit.

Intensive Ausbildung

Dieses hat der Knabe mittlerweile wieder verlassen können, wie Bruno Imsand, Verwaltungsratspräsident der Liestaler Bäder, auf Nachfrage der bz sagt. Der Bademeister, der offensichtlich alles richtig gemacht hat, habe viel Erfahrung.

Und Imsand ergänzt, dass Bademeister mehrmals jährlich Wiederbelebungskurse besuchen müssten. Eine Regelung, die sich nun bewährt hat. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren zwei Bademeister im Einsatz, einer im Innen- und einer im Aussenbereich. An Spitzentagen wie zum Beispiel letzten Mittwoch mit über 3000 Besuchern überwachen in Liestal laut Imsand fünf Bademeister den Betrieb. Am Tag des Unfalls zählten die Liestaler Bäder 1200 Eintritte, wobei sich Hallen- und Freibad bis zum Zeitpunkt des Unfalls schon weitgehend geleert hatten.

Eine offene Frage ist, wieso sich ein Fünfjähriger so spät abends noch alleine im Bad aufhält. Denn alle unter 14-Jährigen müssen die Liestaler Bäder bis spätestens um 18 Uhr verlassen, wenn sie nicht von einer erwachsenen Person begleitet werden.