Corona-Virus

Kirchen dürfen nicht zu voll sein und überlegen sich Alternativen

Zu dicht darf man in Gottesdiensten derzeit nicht sitzen. (Symbolbild)

Zu dicht darf man in Gottesdiensten derzeit nicht sitzen. (Symbolbild)

An Konfirmationsgottesdiensten strömt die ganze Familie in die Kirche - und es besteht die Gefahr, das man sich mit dem Corona-Virus ansteckt. Die Kirchen überlegen sich deshalb schon Alternativen.


An Konfirmationsgottesdiensten sind die Kirchen meist voll. Vielerorts kommen über 200 Besucher, oft viele ältere Verwandte. Da kann es auf den Kirchenbänken schon mal eng werden – was einer Empfehlung der Evangelisch-reformierte Kirche des Baselbiets widerspricht. Demnach soll man an Anlässen derzeit möglichst weit auseinander sitzen, vor allem um ältere Personen vor dem Corona-Virus zu schützen.

«Die Kirchgemeinden machen sich einige Gedanken», sagt Mediensprecherin Stephanie Krieger. Vielleicht werde manch eine den Zugang zur Feier beschränken, indem jeder Konfirmand ein Besucherkontingent erhalte. Für Gottesdienste mit mehr als 200 Teilnehmern müssten auf jeden Fall der kantonale Krisenstab eine Risikoabschätzung vornehmen, zusammen mit den einzelnen Kirchgemeinden.

Alte sollen trotzdem in die Kirchen kommen

Bevor der Bund am Freitag bestimmt, wie es weiter geht, will die Kantonalkirche aber nichts anordnen. Eltern von Konfirmanden, die ein Fest für ihr Kind planen, müssen sich also noch gedulden. Die meisten Konfirmationen sind am 5. April. Geltend wären an den Konfirmationsfeiern wohl die Einschränkungen, die die Gläubigen bereits jetzt in Kauf nehmen müssen. Sie werden alle registriert und angeben, falls sie in einem Risikogebiet waren. Begrüssen soll man sich nicht mit Handschlag, sondern mit einem Lächeln.

In Binningen-Bottmingen gibt es nach Gottesdiensten keine Apéros mehr, die Altersnachmittage sind abgesagt. «Natürlich besteht die Gefahr, dass all die Vorschriften ältere Menschen abhalten, am Kirchenleben teilzunehmen», sagt der Landrat Marc Schinzel, der sich in der Kirchenpflege engagiert. Das dürfe nicht geschehen. Er plädiert deshalb für neue, risikoarme Formen des kirchlichen Lebens: «Warum nicht mal einen Anlass draussen stattfinden lassen? (mec)

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