Oberdorf

Fischli versänkä in dr Fränkä

Haufenweise und vielfarbige Spuren hat der Oberdörfer Fasnachtsumzug hinterlassen. Es wurde mit Konfetti nicht gegeizt. Aber es hätte auch schneien können. Viel Publikum entlang der Route genoss die Guggen, die Wagen und die Schyssdräckzügli.

Haufenweise und vielfarbige Spuren hat der Oberdörfer Fasnachtsumzug hinterlassen. Es wurde mit Konfetti nicht gegeizt. Aber es hätte auch schneien können. Viel Publikum entlang der Route genoss die Guggen, die Wagen und die Schyssdräckzügli.

Das Epizentrum befand sich bei der Frenkenbrücke wo nach dem Umzug auch die Wagenburg zu stehen kam. Dort stillte ein Grill den Hunger und ein Zapfhahn labte die zahlreichen  trockenen Kehlen. Besuch gab es aus dem Schwarzbubenland, die Bohneschränzer und die Bohnanzas aus Meltingen waren unübersehbar und nicht zu überhören. Die Reigoldswiler Misch-Masch Bandi hatte gleich eine Badewanne im Schlepptau, gefüllt mit Konfetti. Heissen Süssmost verteilte der Niederdörfer Dorfgass Schlurbi. Also, nicht die Temperatur machte den Most heiss, es war der Rum, der beigemischt war. Unter die Leute gebracht wurden Rosen und Mimosen, Lauch und Pommes Chips und allergattig Schleckzeug. Weil bekanntlich alles seinen Preis hat, setzte es nach der flotten Übergabe einer Rose selbstverständlich mindestens eine Hand voll Konfetti ab, möglichst dem Nacken entlang unter die Kleider. Dass gehört dazu. Die Guggen des Waldenburgertals haben dem Publikum grosse Freude bereitet, alle waren aufwändig maskiert und kostümiert. Ein Aufwand von Monaten steht wohl dahinter. Hoch zu Ross kommandierte der Tambourmajor der Gassespränger seine Gugge, während seine Kollegen samt und sonders auf dem Boden blieben.

Eröffnet haben den Cortège die Tambouren und Pfeiferinnen der Oberdörfer Dachluckespinner mit Klassikern aus dem grossen Fundus der Fasnachtsmärsche. Sie sind die letzte Clique im Waldenburertal. Sie kamen dieses Jahr als pinkfarbene Schweinchen daher. Sparsäu nämlich. Und auf dem Zeedel fand sich dieser Vers:

So si mir jetzt in Sparsäu gstiige
wei aber kei Gäld drii biige
doch ä feini Zibeleweie
isch denn scho mol an dr Reihe
ä Chli Wiss oder chalts Bier
so eis, zwöi Gleser oder au vier
ä guete Chlöpfer vo dr Gluet
do meine mir, eus goths doch guet!

Auch die Verweestä brachten einen Zeedel mit, der erste Vers:

Vorwäg sägä mir euch ganz diräkt,
au mir hei die schöni Fränkä mitverdräckt.
Mir hei wie d'Rero nid ufpasst und das isch dumm,
und entsprächend nähmes eus u.a. Fischer chrumm.

Meistgesehen

Artboard 1